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Task-Force des DFB: Viele Ziele, eine Richtung

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Von: Johannes Skiba

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Die vom DFB einberufene Task-Force nimmt ihre Arbeit auf. Doch die Baustellen des deutschen Fußballs sind vielfältig und tiefgreifend.

Frankfurt – Die Aufarbeitung der enttäuschenden WM 2022 der deutschen Nationalmannschaft ist im vollen Gange. Gleichzeitig sollen auch schon die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Das Gremium um Karl-Heinz Rummenigge will offenbar keine Zeit verlieren. Wie der 67-Jährige der dpa nun mitteilte, kommt die Gruppe bereits zwei Tage nach Gründung - am Donnerstag, 15. Dezember, - erstmals zusammen, um die ersten Schritte zu besprechen.

Konkret heißt das: „Wir wollen uns austauschen, eine Agenda aufstellen und dann die Dinge abarbeiten, die von der Task-Force erwartet werden. Das ist primär ein Beitrag, dass wir an den Stellschrauben so drehen, dass wir wieder erfolgreich sind.“ Da einige Verantwortliche unter anderem in Katar bei der WM 2022 weilen, findet das erste Treffen als hybride Veranstaltung statt.

DFB-Task-Force: Prominente Besetzung für „Schulterschluss“

Weiter beschreibt Rummenigge die Ausrichtung und die Idee als „Schulterschluss zwischen Bundesliga und Nationalmannschaft - und dem DFB. Wir müssen loyal zusammenstehen, zum Wohle des deutschen Fußballs. Es ist nicht mehr die Zeit für Egoismen.“ Dafür hat der DFB auch die entsprechenden Funktionäre verpflichtet, die bei den Topklubs der Bundesliga mächtigen Einfluss haben.

Generalversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am 17.08.2022 in Dortmund Brackel (Nordrhein-Westfalen). Karl-Heinz
Schon jetzt Wortführer der neuen DFB-Task-Force: Karl-Heinz Rummenigge. © IMAGO/Kirchner/Marco Steinbrenner

Neben Rummenigge sind Bayern-Boss Oliver Kahn, „Red-Bull“-CEO Oliver Mintzlaff, BVB-Berater Matthias Sammer und der ehemalige Bundestrainer Rudi Völler Teil der Task-Force, die DFB-Präsident Neuendorf und seinem Vize Hans-Joachim Watzke zur Seite stehen sollen. Bis zur Heim-EM 2024 soll das Beraterteam den Hauptverantwortlichen bei allen sportlichen Fragen zur Seite stehen. An der Auswahl gab es zuletzt Kritik. Rummenigge beispielsweise führte bereits im Jahr 2000 eine Task-Force des DFB an, um einen neuen Bundestrainer zu finden. Nach frischem Wind fühlt sich das nicht an.

Bierhoff-Ersatz beim DFB: Mehrere Lösungen denkbar

Ein großes Fragezeichen steht weiterhin über der Nachfolge von Oliver Bierhoff. „Wir müssen jetzt zunächst ein Jobprofil erarbeiten. Was muss derjenige können?“, erklärt Rummenigge. „Das macht man auch in der anderen DFB-Arbeitsgruppe, wo über die großen Aufgaben von Oliver Bierhoff - qualitativ und quantitativ - diskutiert wird und diese dann wohl auf mehrere Schultern verteilt wird. Aufgrund des Jobprofils müssen wir uns dann Kandidaten anschauen.“ Klingt nach keinem ganz so einfachen Prozess. Als Favorit auf Bierhoffs-Position gilt weiterhin Fredi Bobic von Hertha BSC. (jsk)

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