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Reporter Jan Christian Müller muss sich nach zwei Wochen von seinen Neffen verabschieden. Für ihn geht es mit der EM 2021 nun nach London zum Achtelfinale des DFB-Teams gegen England.
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Reporter Jan Christian Müller muss sich nach zwei Wochen von seinen Neffen verabschieden. Für ihn geht es mit der EM 2021 nun nach London zum Achtelfinale des DFB-Teams gegen England.

Fußball-EM

Tagebuch zur EM 2021: Wembley, wir kommen

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Jan Christian Müller berichtet von der EM 2021. In seinem Tagebuch scheibt er über die Ereignisse vor Ort.

Tag 34 - Für mich heißt es jetzt leider Abschiednehmen von meinen Neffen Linus, Lasse und Ole, bei denen ich zwei Wochen lang wohnen durfte und mit denen ich regelmäßig abends im Keller oder draußen im Garten Fußball gespielt habe. Ich werde sie vermissen. Denn ich weiß noch nicht, ob ich noch einmal zurückkomme nach Erlangen und Herzogenaurach. Hängt unter anderem auch davon ab, ob das DFB-Team am Dienstagabend im Wembley-Stadion gegen England bei der EM 2021 weiterkommt. Und davon, was der DFB vor Ort auf dem Anwesen von Adidas überhaupt noch an Medienterminen anbietet. Die Pressekonferenzen laufen ja alle digital, da kann ich auch in Timbuktu sitzen und neunmalkluge Fragen stellen. Solange es dort ein stabiles Wlan-Netz gäbe.

Erst einmal geht es nun nach London. Wir mussten ein paar Online-Formulare ausfüllen. Das wichtigste Dokument heißt „Public Health Passenger Locator Form“. Da wollen die Engländer wissen, wer da aus dem Niedriginzidenzgebiet in ihr Virus-Hochrisikogebiet kommt und im Gegensatz zu den Einheimischen dann erst einmal für zehn Tage isoliert werden soll. Muss man so genau nicht kapieren. 

Zuvor hatten wir als akkreditierte Journalisten von der englischen Football Association (FA) eine Bescheinigung per Mail zugeschickt bekommen. Darin wird bestätigt, dass wir sehr bedeutende Menschen sind, die unbedingt ins Wembley-Stadion kommen müssen, um dort Berichte zu schreiben. Aus diesem Grunde seien wir internationalen Top-Athleten (also quasi genauso großen VIPs wie Neuer, Hummels und Jogi Löw) gleichgestellt und bräuchten laut Uefa somit kein 300 Pfund teures Testkit zu buchen und auch in keine Quarantäne zu gehen wie normale Menschen.

Wollen wir mal hoffen, dass die Behörden am Flughafen Heathrow das so akzeptieren. Und dass die Lufthansa uns am Dienstagmorgen in aller Früh überhaupt in den Flieger lässt. Ach so, einen PCR-Test haben wir auch noch gebucht. Damit wir ins United Kingdom reinkommen. We will see.

Schon an diesen drei im astreinen Oxford-Englisch kommunizierten Worten ist ersichtlich, dass die London-Vorbereitungen linguistisch soweit vorbereit sind. Auch einen dieser klumpigen englischen Stecker darf ich nicht vergessen, damit mein Laptop nicht schlappmacht. Sind schon komisch, diese Insulaner. Haben noch ihr olles Pfund, andere Steckdosen, ständig die gefährlichsten Virusvarianten in ganz Europa und treten freiwillig aus der EU aus. Ihr Impf-Vorsprung vor uns vorgeblichen Versagern hier in Deutschland schmilzt auch gerade ein.

Der nächste Tagebucheintrag kommt dann nach der Landung, Ortszeit am Dienstag schon 8.40 Uhr in London. Falls wir jemals dort ankommen. 

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