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FR-Reporter Jan Christian Müller war in Wembley live vor Ort. Jetzt tritt er die Heimreise an.
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FR-Reporter Jan Christian Müller war in Wembley live vor Ort. Jetzt tritt er die Heimreise an.

Europameisterschaft

Tagebuch zur EM 2021: Das Ende

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Jan Christian Müller berichtet von der EM 2021. In seinem Tagebuch schreibt er heute ein letztes Mal über die Ereignisse vor Ort.

Tag 36 - Mitternacht in London, da ich diese Zeilen schreibe, ein Uhr nachts daheim in Deutschland, der Flieger ging um 6.30 Uhr. Eine kurze Nacht, der ein langer Text folgen muss (keine Angst, nicht hier fürs Tagebuch, das wird kurz). Die deutsche Mannschaft ist in einem spektakulären Umfeld relativ unspektakulär ausgeschieden. Löw und sein Team haben nicht mehr die Energie und Ballfertigkeit aufbringen können, um dieses sehnsüchtig nach einem Sieg gegen Deutschland gierende England aufhalten zu können.

Na gut, Thomas Müller hätte das natürlich schaffen können. Aber ehrlicherweise handelte es sich bei seiner Großchance ja nicht um eine filigran herausgespielte Möglichkeit, sondern um einen grotesken Ballverlust von Raheem Sterling. Wäre aber egal gewesen, wenn der Ball nur drin gewesen wäre. Hätte dem Spiel noch mal eine Wende geben können.

Aber am Ende hatte es das DFB-Team irgendwie auch nicht verdient, weiterzukommen. Dennoch: Für uns Reporter, die wir uns in vergleichsweise kleiner Zahl nach London gewagt hatten, bleibt das Erlebnis Wembley-Stadion, EM-Achtelfinale England gegen Deutschland, ein unvergessenes. Ich habe noch nie so ekstatisch jubelnde Fans erlebt wie gestern Abend nach dem 1:0 durch Sterling. Na gut, vielleicht 2006 beim deutschen 1:0 durch Oliver Neuville in der Nachspielzeit gegen Polen in Dortmund.

Und zuzuhören, wie 40.000 „Football is coming home“ oder „Sweet Caroline“ oder „God save the Queen“ singen, ist in der Tat eine erhebendes Gefühl. Schön war auch zu sehen, wie die netten Deutschen – viele von der German School in Richmond – bei allem mitgemacht haben. Keine wutfletschenden Gesichter, kein Fanatismus. Aber klar, auch Enttäuschung und manchmal sogar ein paar Tränen bei den Kleinsten.    

Das EM-Tagebuch endet mit diesen dürren Zeilen, die Mütze Schlaf ist jetzt wichtig, und die Finger gehorchen mir auch nicht mehr richtig. Ständig Buchstabendreher. Ich danke allen treuen Menschen, die in den vergangenen paar Wochen – und manche schon seit der EM 2008 - beim Blog dabei waren. Irgendwann ist dann aber mal Schluss. Der Bundes-Jogi hat es vorgemacht.  

Ich gehe davon aus, dass die Zugriffszahlen auf das FR-Onlineangebot mit diesem Satz einbrechen werden. Nein, Scherz.

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