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Tagebuch zur EM 2021: Das große Zittern
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Tagebuch zur EM 2021: Das große Zittern

Europameisterschaft

Tagebuch zur EM 2021: Das große Zittern

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Jan Christian Müller berichtet von der EM 2021. In seinem Tagebuch schreibt er über die Ereignisse vor Ort.

Tag 35 - Leute, Leute, so ein Lufthansa-Flug nach London in Corona-Zeiten ist dann doch etwas ganz anderes als damals, in einer längst vergangenen Zeit. Fünf weitere Kollegen waren auf meinem Flug LH 900 um 8 Uhr aus Frankfurt nach Heathrow. Zwei von ihnen haben es erst in letzter Sekunde auf den Flieger geschafft und dafür gesorgt, dass wir erst mit einer dreiviertel Stunde Verspätung starten konnten. Der eine, mein Freund Phillip Selldorf von der Süddeutschen Zeitung, hatte in dem Covid-19-Online-Formular der Briten statt der Flugnummer seine Buchungsnummer eingegeben. Was für ein furchtbarer Fehler, der im fast das Spiel in Wembley gekostet hätte. Erst Anrufe der Lufthansa bei den britischen Einreisebehörden machten es möglich, dass Philipp tatsächlich London erreichte.

Auch Heiko Ostendorp vom RND musste lange kämpfen. Er hatte versehentlich angeklickt, dass er in London lediglich 24 Stunden Transitaufenthalt hat. Das mit den 24 Stunden stimmt zwar, der Rückflug geht schließlich schon am Mittwoch um 6.30 Uhr, aber im Stadion wollte Heiko schon ganz gern dabei sein und nicht einen Tag und eine Nacht lang im Transitbereich von Heathrow rumhängen. Schließlich hatte die Lufthansa ein Einsehen und ließ auch ihn einsteigen.

Angekommen in London, mussten wir erst in einer ewig langen Schlange anstehen (tun die Engländer ja angeblich gern), Corona-konform war das eher nicht möglich, zu viel Gedränge, zu viele Menschen auf zu wenig Raum (siehe Foto). Und als wir schließlich bei unseren freundlichen Grenz-Officern vorsprechen durften, interessierten die sich deutlich mehr für das große Spiel am Abend als für die blöde Bürokratie. Völlig schnurz, ob wir den obligatorischen Corona-Test vorschriftsgemäß auf unseren Handys hochgeladen hatten, ganz egal, ob wir unsere Ausnahmegenehmigung als bedeutende Berichterstatter ausgedruckt hatten, um der zehntägigen Quarantäne zu entgehen, auch die Flugnummer interessierte niemanden. Hauptsache Ahnung von Fußball. Geht doch! 

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