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Zumindest der Ex-Nationalspieler genießt noch das „volle Vertrauen“ der Stuttgarter Gremien: Thomas Hitzlsperger.
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Zumindest der Ex-Nationalspieler genießt noch das „volle Vertrauen“ der Stuttgarter Gremien: Thomas Hitzlsperger.

VfB Stuttgart

Täter und Opfer

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Es rumort im Gebälk bei den Schwaben: Nun sind sogar zwei Vorstände abgesetzt worden.

Das 1:1 gegen Hertha BSC: Nun ja, keine Ruhmestat, aber letztlich nach schwacher Schlussphase, in welcher der ehemalige VfB-Meisterspieler Sami Khedira die Hertha eindrucksvoll anführte, noch akzeptabel. Alles andere, was beim VfB Stuttgart in den Nachwehen der Jahre 2016 und 2017 gerade passiert, ist es nicht. Zum Verdacht, der Klub habe seinerzeit illegal vertrauliche Mitgliederdaten an Dienstleister herausgegeben, um Abstimmungsverhalten bei der AG-Ausgliederung zu beeinflussen, kommen nun noch Hinweise, die Abstimmung selbst sei im Juni 2017 manipuliert worden. Es wären ungeheuerliche Tatbestände.

Zeitsprung: Januar 2021, Freitagmorgen: Eine Gruppe Mitglieder fordert den Vereinsausschluss von Vizepräsident Rainer Mutschler, weil dieser damals „arglistig Tausende von Mitgliedern“ getäuscht habe.

Freitagabend: Gegen den ausdrücklichen Willen von Präsident Claus Vogt wird eine digitale Mitgliederversammlung für den 28. März angesetzt. „Ich wurde von meinen beiden Präsidiumsmitgliedern überstimmt“, schreibt Vogt, der erst die Aufklärung der Datenaffäre hatte abwarten wollen. Vogts Argumentation: Eine so frühe Versammlung mit Wahl eines neuen Präsidenten sei „nicht der Wunsch einer Vielzahl der Mitglieder, auch nicht von über 140 offiziellen Fanklubs“. Es rumort, und es wäre noch viel sichtbarer, wären Fans im Stadion.

Samstag, eine Stunde nach Spielschluss: Der VfB-Aufsichtsrat gibt ohne Angabe von Gründen bekannt, dass die beiden AG-Vorstände Jochen Röttgermann (Marketing) und Stefan Heim (Finanzen) „mit sofortiger Wirkung“ abgesetzt werden. Die Vermutung liegt nahe: Sie sind zu sehr in die Affäre verstrickt. Vorstandschef Thomas Hitzlsperger - seit Juli 2017 im Amt, zuvor enger Berater des Präsidiums - bekommt dagegen das „uneingeschränkte Vertrauen“ ausgesprochen.

Auch wenn Hitzlsperger seine unheilvolle Bewerbung um den Präsidentenposten und damit die ganze Macht im Klub unter dem Druck von Fans und Mitgliedern zurückziehen musste, steht für die „Stuttgarter Zeitung“ steht nach wie vor fest: Alte Seilschaften wollen Vereinschef Vogt aus dem Amt drängen. Wer gewinnt diese Schlacht des Kapitals gegen die Basis?

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