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Jubelt auch in Zukunft im FC-Bayern-Trikot: Thomas Müller.

Vertragsverlängerung beim FC Bayern

Das Symbol Müller

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Niko Kovac hätte ihn beinahe vergrault im vergangenen Herbst. Doch unter Trainer Hansi Flick ist Thomas Müller wichtiger denn je beim Rekordmeister - seine Vertragsverlängerung ist für beide Seiten nur logisch.

Unvergessen. Das ist im Fußball ja so Vieles. Im Fall von Thomas Müller sind es viele seiner 116 Bundesliga-Tore. Zehn WM-Treffer. Ein Weltmeistertitel. Ein Triple-Sieg. Diverse Verrenkungen, die niemand anders hinkriegt. Ein unnachahmlicher Jubel. Und diese eine Szene von 2010. Müller, 20 Jahre alter DFB-Debütant, auf dem Podium der Münchner Arena, neben ihm Diego Maradona, Argentiniens Coach und Fußballgott, der den Jungspund für einen Fan hält und die Pressekonferenz abbricht. Peinlich für Müller? Eher peinlich für Maradona. Denn dass man einen wie Müller im Kopf behalten sollte, weiß man nicht erst heute, wo er 30 Jahre alt ist und seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2023 verlängert hat.

Die Nachricht konnte niemanden mehr überraschen, obwohl die Verhandlungen so geräuschlos abgelaufen waren, wie es in dieser Branche selten passiert. Auch das spricht für sich. Sie fanden zu einem Zeitpunkt statt, an dem beide Parteien genau wussten, dass sie gemeinsam am besten funktionieren. Stand heute ist Müller Stammspieler unter einem Trainer, der auf ihn baut. Er ist mit 16 Torvorlagen Topvorbereiter der unterbrochenen Ligasaison. Und er ist das letzte bajuwarische Aushängeschild dieses Vereins. Anders formuliert: Es wäre grob fahrlässig gewesen, ihn ziehen zu lassen.

Müller wollte nie weg – aber man hätte ihn fast so weit gehabt. Fehlende Minuten auf dem Rasen sind das eine, fehlende Wertschätzung daneben das wichtigere. Anders als noch im Herbst, als er unter Niko Kovac Bankdrücker war, seine Qualitäten nicht mehr geschätzt wurden, gab es jetzt unter Hansi Flick keine Alternative. Man darf diesen Vertrag daher als erstes Flick-Werk sehen. Und das Symbol, das von diesem ausgeht, nicht unterschätzen.

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