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Machtkampf

Top-Klubs gründen Super League: Vereine, Modus und Folgen – Ein Überblick

  • Melanie Gottschalk
    VonMelanie Gottschalk
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Zwölf Top-Klubs aus England, Spanien und Italien bestätigen die Gründung einer Super League. Was bedeutet das für den Fußball in Europa?

Frankfurt – Paukenschlag im europäischen Spitzenfußball: In der Nacht von Sonntag (18.04.2021) auf Montag (19.04.2021) verkündeten zwölf europäische Top-Klubs die Gründung der „Super League“. „Zwölf der führenden europäischen Fußballvereine haben sich heute zusammengeschlossen, um ihre Einigung bekannt zu geben, einen neuen Wettbewerb zu gründen: die Super League“, heißt es in einer Mitteilung. Doch wie funktioniert der neue Wettbewerb überhaupt? Wer ist dabei? Und welche Folgen könnte diese Gründung haben?

Super League: Welche Top-Klubs werden teilnehmen?

Jeweils drei Top-Klubs aus Italien und Spanien sowie sechs aus England gehören zu den Gründungsmitgliedern der neuen Super League. Sie haben ihre Teilnahme bereits offiziell zugesagt. Drei weitere Klubs sollen hinzukommen, um ein Feld von 15 Gründungsmitgliedern zusammenzustellen.

Diese Top-Klubs sind auf jeden Fall dabei:

  • FC Liverpool
  • Manchester United
  • Manchester City
  • Tottenham Hotspur
  • FC Arsenal
  • FC Chelsea
  • Real Madrid
  • FC Barcelona
  • Atletico Madrid
  • Juventus Turin
  • AC Mailand
  • Inter Mailand

Bundesligateams wie etwa der FC Bayern München und Borussia Dortmund oder der französische Primus Paris St. Germain sind zunächst nicht beteiligt.

Wie soll die Super League sportlich aufgebaut sein?

Die sportlichen Rahmenbedingungen für die Super League wurden bereits festgelegt. Demnach ist geplant, dass insgesamt 20 europäische Top-Klubs mitspielen sollen. 15 von ihnen sind „permanente“ Mitglieder, müssen sich also nicht extra dafür qualifizieren. Die anderen fünf hingegen müssen sich qualifizieren; wie genau das geht, ist allerdings noch unklar. Es gibt zunächst zwei Gruppen mit je zehn Mannschaften. Es sollen jeweils Hin- und Rückspiele geben, drei Teams je Gruppe kommen weiter.

Die Vereine von Zinedine Zidane (Real Madrid) und Jürgen Klopp (FC Liverpool) haben ihre Teilnahme an der neuen Super League bestätigt.

Anschließend spielen die Viert- und Fünftplatzierten beider Gruppen Playoffs um das Viertelfinale aus. Dann spielen die acht verbliebenen Teams ab dem Viertelfinale den Turniersieger aus. Insgesamt soll es 193 Spiele in der Super League geben, pro Top-Klub sind das mindestens 18, aber höchstens 23 Spiele. Der Vorschlag der Super League sieht abgesehen vom Finale ausschließlich Spiele unter der Woche vor, damit die Klubs am Wochenende in den heimischen Ligen spielen könnten. Die großen Klubs wollen also weiterhin beides.

Was ist finanziell bei der Super League für die Top-Klubs drin?

Finanziell ist die neue Super League äußerst attraktiv für die europäischen Top-Klubs. Denn hinter der Gründung steht Berichten zufolge die US-Bank JP Morgan, die den Wettbewerb mit mehreren Milliarden Euro ins Leben rufen will. Konkret geht es offenbar um 3,5 Milliarden Euro, die unter den 15 Gründungsmitgliedern aufgeteilt werden sollen. Dann soll es pro Saison eine Startprämie von 100 Millionen Euro pro Klub geben, bei erfolgreichem Abschneiden in der Super League noch deutlich mehr.

Zum Vergleich: Dem FC Bayern München standen im Jahr 2020 nach dem Gewinn der Champions League eine Rekordsumme von 135 Millionen Euro zu. Das Prinzip der Super League sieht nun vor, dass mehr Geld auf weniger Top-Klubs verteilt wird. Für Vereine wie den FC Barcelona oder Atletico Madrid ist dies natürlich besonders attraktiv, da die beiden Vereine in finanziellen Schwierigkeiten stecken.

Welche Folgen könnte die Gründung der neuen Super League haben?

Die Folgen der Gründung der neuen Super League sind noch nicht absehbar, die UEFA wählt aber deutliche Worte: „Wir werden alle Maßnahmen, die uns zur Verfügung stehen, in Betracht ziehen – auf allen Ebenen, sowohl rechtlich als auch sportlich – um zu verhindern, dass dies geschieht. Der Fußball basiert auf offenen Wettbewerben und sportlichen Leistungen; es kann keinen anderen Weg geben“, heißt es in einer Mitteilung.

Sechs englische Top-Klubs gründen gemeinsam mit jeweils drei Klubs aus Spanien und Italien die neue Super League.

Darüber hinaus drohen der Weltverband FIFA, die UEFA und die nationalen Verbände den Spielern mit dem Ausschluss von Länderspielen, den Top-Klubs mit dem Ausschluss aus den Ligen. Ob es aber tatsächlich so weit kommt, ist noch unklar. (Melanie Gottschalk)

Rubriklistenbild: © John Walton/imago-images

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