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Markus Weinzierl, Trainer VfB Stuttgart.

VfB Stuttgart

Weinzierl zum Siegen verdammt

Für den VfB Stuttgart wird die Lage immer kritischer. Immerhin kehrt ein Weltmeister zurück.

Markus Weinzierl weiß genau, dass der krisengeplagte VfB Stuttgart vor zwei Wochen der Wahrheit steht. „Es geht um brutal wichtige Punkte, das sind zwei unheimlich wichtige Spiele, da müssen wir nicht rumreden. Jeder kann die Tabelle lesen“, sagte der VfB-Trainer vor den Spielen am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg und eine Woche später bei Fortuna Düsseldorf.

Die Schwaben sind gegen die direkten Konkurrenten im Tabellenkeller zum Siegen verdammt, um nicht noch weiter abzustürzen. In den nächsten zwei Wochen könne man zwar „noch nicht absteigen oder die Liga halten, aber das sind zwei richtungweisende Spiele“, betonte Torwart Ron-Robert Zieler: „Wir brauchen die Punkte. Die Mannschaft weiß um die Wichtigkeit.“

Zumal die Bilanz der Schwaben verheerend ist. Weinzierl hat bisher neun von zwölf Spielen verloren. Mit 14 Punkten stehen die Stuttgarter auf dem Relegationsplatz, es ist die schlechteste Bundesliga-Ausbeute der Vereinsgeschichte nach 19 Spieltagen. Nur 15 Tore bedeuten zudem einen absoluten Minuswert.

Dass es für den VfB in der Tabelle nicht noch schlechter aussieht, ist der Konkurrenz aus Nürnberg, Hannover und Augsburg geschuldet, die ebenfalls seit Wochen im Tief steckt. Daraus will und muss sich der VfB befreien, sollte die Lage nicht noch kritischer werden – auch für Weinzierl.

Noch hat Stuttgarts Sportvorstand Reschke „Vertrauen“. Weinzierl sei „sehr fokussiert und arbeitet ruhig. Er macht einen guten Job. Ich bin überzeugt, dass wir wieder in die Spur kommen“, sagte er nach dem jüngsten 1:4 beim FC Bayern bei Sky90. Der Coach könne „mit der Situation umgehen“.

Positiv ist immerhin, dass Weinzierl im brisanten schwäbisch-badischen Derby wieder auf Weltmeister Benjamin Pavard bauen kann. Der 22 Jahre alte Franzose steht nach wochenlanger Verletzungspause wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel vor seiner Rückkehr. Dafür muss Trainer Markus Weinzierl auf Dennis Aogo verzichten. Der Mittelfeldspieler fällt wegen Wadenproblemen aus.

Pavard wird trotz wochenlanger Pause wohl gleich wieder in die Startelf rücken, auch Mario Gomez wird aller Voraussicht nach wieder beginnen, auch wenn sich Weinzierl noch bedeckt hielt. Der Torjäger hatte in München aus taktischen Gründen nur auf der Bank gesessen. Gegen Freiburg werden die Qualitäten von Gomez aber gefragt sein – zumal er in zwölf Spielen gegen den SC bisher zwölfmal traf.

Besonderes Augenmerk legt Weinzierl aber auf seine Defensive. Die sei der Schlüssel, „wir müssen die vielen leichten Fehler abstellen. Freiburg wird mit Herz und Leidenschaft alles geben, da müssen wir dagegenhalten.“

Noch ist der Glaube beim VfB groß, die Ziele zu erreichen. „Wir sind nicht blauäugig“, sagte Kapitän Christian Gentner, „aber auch selbstbewusst genug, zu sagen, dass wir am Ende mindestens drei Mannschaften hinter uns lassen werden“. (sid)

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