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Stürmische Zeiten bei Mainz 05

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Von: Frank Hellmann

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Gut gelaunt, gut drauf: Mainz-Stürmer Karim Onisiwo. imago images
Gut gelaunt, gut drauf: Mainz-Stürmer Karim Onisiwo. imago images © imago images/Jan Huebner

Beim FSV Mainz 05 sorgen gerade die Angreifer für Tore und Unterhaltung. Geht es gegen Bielefeld so weiter?

Bo Svensson, das unterscheidet ihn von der in Mainz geprägten Kultfigur Jürgen Klopp, ist kein Trainer, der das wilde Spiel liebt. Der offene Schlagabtausch wie jüngst im DFB-Pokal, mit Ach und Krach dann 3:2 in der Verlängerung gegen Arminia Bielefeld gewonnen, hat dem Dänen gar nicht gefallen. „Wir müssen einige Sachen besprechen. So können wir uns teilweise nicht präsentieren“, schimpfte der 42-Jährige. Das Gute: In der Bundesliga können die Nullfünfer gegen denselben Gegner ihre Lernfortschritte unter Beweis stellen, nur haben dann die Ostwestfalen Heimrecht (Samstag, 15.30 Uhr).

Selten aber hat sich das Mainzer Publikum so gut unterhalten gefühlt wie zuletzt gegen Augsburg und Bielefeld. Sieben Tore und reichlich Chancen waren vor allem ein Verdienst der Angreifer, die in beide Richtungen unermüdlich rackerten. „Der Schlüssel in der Verlängerung war dann, dass unsere Stürmer die Bälle besser festgemacht haben“, lobte Abwehrchef Stefan Bell nach dem Bielefeld-Spiel. Zudem erfüllten Karim Onisiwo und Jonathan Burkardt oder der eingewechselte Marcus Ingvartsen den Hauptauftrag: Alle drei standen nach 120 Minuten in der Torschützenliste. Gerade der österreichische Nationalspieler Onisiwo und U-21-Nationalmannschaftskapitän Burkardt verkörpern die Hoffnungen auf stürmische Zeiten, die sich nicht unbedingt andeuteten, als vergangenen Winter der schwer integrierbare Torjäger Jean-Philippe Mateta nach England verkauft und im Sommer dann auch noch Robin Quaison die Freigabe erteilt wurde.

Doch ein Vakuum ist nicht entstanden. Im Gegenteil: Die Indizien sind erdrückend, dass die Mannschaft unter Svensson den zweiten Schritt macht. Nach der Arbeit gegen den Ball wird auch das Spiel mit dem Ball besser. Der Trainer will nur nicht, dass das eine auf Kosten des anderen geht. Wenn aber seine Mannschaft auf der Alm wieder ein Tor mehr schießt als die Arminia, wird auch Svensson nicht meckern. Oder doch?

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