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Die neue Mainzer Nummer 6: Anton Stach.
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Die neue Mainzer Nummer 6: Anton Stach.

Mainz 05 zahlt 3,5 Millionen Euro

Spross einer Sportlerfamilie

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Der Neu-Mainzer Fußballprofi Anton Stach hat einen ziemlich berühmten Vater, den er im Tennis wegputzt, und eine Basketball-Nationalspielerin als Schwester.

Im Profifußball sind diejenigen Klubs besser als ihr Finanzstatus, die das Potenzial von Spielern früher erkennen als die Mehrzahl der Konkurrenz. Die Spielvereinigung Greuther Fürth mit ihrem klugen Sportchef Rachid Azzouzi gehört zweifelsohne dazu. Nicht nur wegen des formidablen Aufstiegs in die Erste Bundesliga, sondern auch deshalb, weil die Franken vor einem Jahr den überregional weitgehend unbekannten Anton Stach für 125 000 Euro aus der Wolfsburger Reserve holte und binnen einer Saison vom Regionalligakicker zum Top-Zweitligaprofi entwickelte. Stach ist nur ein Jahr später mit 3,5 Millionen Euro bei seinem Wechsel zu Mainz 05 der Toptransfer der Fürther. So viel Geld war der 22-Jährige den Rheinhessen wert.

Trainer Bo Svensson wollte den 1,94 Meter-Mann unbedingt. „Er hat mir gesagt, dass ich mit meiner Größe ein Spielertyp bin, den es nicht so oft gibt. Das sehe ich auch so“, berichtet Stach im Videogespräch durchaus selbstbewusst. Jetzt soll er in Mainz zum ganzen Kerl entwickelt werden. „Ich soll aus meinem Körper eine Waffe machen“, berichtet Stach ein wenig martialisch. Svensson hat es ihm wörtlich so gesagt. Er will Stach zum gestandenen Bundesligaspieler im zentralen Mittelfeld entwickeln.

Stach gehörte zum Kader des U21-Europameisters und zum deutschen Olympiaaufgebot, war aber keine Stammkraft. Olympia in Japan bezeichnet der aufgeweckte Bursche als „richtig gute Erfahrung“, gerade die Teilnahme an der Eröffnungsfeier sei mit interessanten Gesprächen mit Athleten anderer Sportarten eine „Riesensache“ gewesen.

Anfangs rotgesperrt

Die alten Kumpel von Anton Stach sind mächtig stolz auf den Neu-Mainzer. „Die sagen: ,Boaah, ist schon heftig, was du geschafft hast - innerhalb von einem Jahr aus der vierten Liga zum Stammspieler in der zweiten Liga.`“ Und jetzt auch noch rauf in Liga eins. Zum Bundesligauftakt gegen RB Leipzig wird der spielstarke Sechser, der sich auch etwas offensiver wohlfühlt, allerdings fehlen. Im letzten Saison mit Fürth handelte er sich einen Platzverweis ein. Erster möglicher Bundesligaeinsatz: am dritten Spieltag ausgerechnet gegen seinen vorherigen Arbeitgeber Greuther Fürth. Im DFB-Pokal am Sonntag in Elversberg wird er auch aufgrund seines Trainingsrückstands ebenfalls noch nicht zum Kader gehören.

Stach ist in einer Sportlerfamilie aufgewachsen. „Sport ist ein Riesenthema in unserer Familie.“ Sein Vater Matthias ist ein bekannter Tennis- und Fußballreporter, besonders bekannt durch seine ausgezeichnete Kommentierung für Eurosport an der Seite von Boris Becker. Er wurde unter anderem Journalisten-Europameister als Journalisten-Weltmeister im Tenniseinzel und -doppel sowie mit der Uni Frankfurt mehrfach deutscher Universitätsmeister. Die Schwestern Emma und Lotta spielen Basketball, Emma schaffte es gar zur deutschen Nationalspielerin, die Mutter spielte Handball.

Der Sohn war bis zu seinem 14. Lebensjahr nicht nur ein Fußballtalent, sondern auch ein Top-Nachwuchstennisspieler. „Ich habe täglich Fußball und Tennis gespielt, viele Tennisturniere gespielt und gehörte damals zur Top-Ten meiner Altersklasse in Deutschland.“ Aber dann entschied sich der in Buchholz in der Nordheide aufgewachsene Jugendspieler von Werder Bremen für die Fußballkarriere. Den Vater, sagt Anton Stach, könne er im Tennis dennoch noch immer ganz gut in Schach halten.

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