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Spielerfrauen-Ärger im DFB-Quartier: Deutschland droht schon vor der zweiten WM-Partie der Bruch

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Von: Alexander Kaindl

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Die deutsche Nationalmannschaft steht bei der WM 2022 schon vor dem zweiten Spiel mächtig unter Druck. Nun wird über den Besuch der Familien im Quartier diskutiert.

Al-Shamal - Diesen Start hatte man sich anders vorgestellt: Deutschland hat sein erstes Spiel gegen Japan verloren, vor dem zweiten Duell gegen Spanien ist nun schon richtig Druck auf dem Kessel bei dieser WM 2022.

Familien zu Besuch im DFB-Quartier: Zwei Lager bei der deutschen Nationalmannschaft

Klar ist: Eine Niederlage gegen die Mannschaft von Luis Enrique und der DFB-Tross kann so gut wie sicher seine Koffer packen. Wie bereitet man sich nun auf ein solches „Do or die“-Spiel vor? Allem Anschein nach gibt es im DFB-Lager nicht die eine richtige Antwort auf diese Frage.

Wie Bild-Reporter Christian Falk am Freitagmorgen berichtete, waren die Spielerfrauen im Luxus-Quartier zu Gast. Und genau dieser Umstand sorgt nun für Ärger! „Tatsächlich gibt es in der Mannschaft ein paar Stimmen, die sagen: Muss das jetzt schon sein? Wir haben noch nichts geleistet, wir haben noch nichts verdient“, schildert der langjährige Bayern- und DFB-Experte aus Al-Shamal.

Spielerfrauen und Kinder bleiben zwei Nächte im DFB-Lager

Klar: Wenn alles gut laufen würde und Deutschland nach einem entspannten 3:0-Sieg gegen Japan gelassen dem zweiten Spiel entgegenblicken könnte, wäre der Besuch der Familien sicherlich kein Thema. Die Realität sieht aber nun mal anders aus. Und das scheint innerhalb des Teams für Unruhe zu sorgen. Falk weiter: „Sobald es schlecht läuft, sind das genau die Dinge, die in der Mannschaft diskutiert werden.“

Im Mittelpunkt: Die Spieler, die jetzt „im Mannschaftsquartier am Pool mit ihren Frauen und Kindern“ liegen. Und die anderen DFB-Stars, „die ihre Familien erst ab Achtel- oder Viertelfinale einbestellt haben“. Falk weiß über die Letztgenannten: „Die ärgert das.“ Nach Bild-Informationen sollen die Familien sogar zwei Nächte geblieben sein. „Und das war einigen anscheinend tatsächlich zu viel“, so Falk weiter.

Spielerfrauen-Ärger im DFB-Quartier: Zerbricht Deutschland deshalb schon vor der zweiten WM-Partie?

Nun stellt sich die Frage, welcher Weg der richtige ist, wie tz.de berichtet. Variante eins: Japan-Pleite abhaken, Kopf frei machen, positive Stimmung in die Mannschaft bringen und den Rückhalt der Familie spüren, um neue Kräfte freizusetzen. Oder Variante zwei: Hart arbeiten, gewissenhafte Vorbereitung auf Spanien und erst wieder eine „Belohnung“ bekommen, wenn man den Karren aus dem Dreck gezogen hat.

Genau das scheint die Mannschaft (Sendetermine des DFB-Teams) aktuell zu beschäftigen. Die Diskussionen werfen die Frage auf: Zerbricht die deutsche Mannschaft bei dieser WM schon vor dem zweiten Spiel in zwei Lager?

Der DFB-Bus bei der Einfahrt ins Zulal-Wellness-Resort, dem deutschen Mannschaftsquartier bei dieser WM.
Der DFB-Bus bei der Einfahrt ins Zulal-Wellness-Resort, dem deutschen Mannschaftsquartier bei dieser WM. © Federico Gambarini/dpa

Julian Brandt bezieht Stellung zum Besuch der Familien

Julian Brandt hatte auf der PK am Freitagvormittag eine klare Haltung dazu. Er und Kai Havertz, der sich ebenfalls den Fragen der Presse stellte, hatten keinen Familienbesuch. Brandt nannte aber ganz klar die erste Variante als zielführend: „Ich glaube, dass es für viele, viele Jungs ein schönes Gefühl war, ihre Kinder und Frauen zu sehen. Es gibt nichts Schöneres, als seine Liebsten um sich herum zu haben. Dementsprechend ist mein Gefühl da positiv.“

Ob das vorzeitige deutsche WM-Aus abgewendet werden kann, entscheidet sich dann am Sonntagabend (20 Uhr) gegen Spanien. Dort hat man nach dem 7:0-Auftaktsieg nur wenige Sorgen. Spielerfrauen sind aber auch ein Thema: Ein Star liebt die Tochter des Nationaltrainers. (akl)

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