palsson_311020
+
Victor Palsson (rechts), Zweikampfliebhaber aus Darmstadt.

SV Darmstadt 98

Spannung bis Ultimo

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
    schließen

Der SV Darmstadt 98 spielt ordentlich, punktet aber zu wenig – beim KSC soll sich das ändern.

Wenn der SV Darmstadt 98 in dieser Zweitligasaison Fußball spielt, dann lohnt es, bis zum finalen Pfiff dabei zu bleiben. Kann schließlich immer etwas passieren bei den Jungs vom Bölle. Mal Gutes, zumindest aus Darmstädter Sicht, wie beim siegbringenden Nachspielzeittreffer gegen Nürnberg. Mal Schlechtes wie bei den vergangenen beiden Ligapartien.

Da verdaddelten die Südhessen erst gegen St. Pauli einen 2:0-Vorsprung samt Gegentor nur Sekunden vor dem Schlusspfiff – Endstand 2:2 –, ehe am Mittwoch im Nachholspiel beim VfL Osnabrück wieder eine Führung, diesmal ein 1:0, nicht reichte für einen Dreier. Der Ausgleich immerhin fiel zehn Minuten vor dem Ende, fast schon früh für Darmstädter Verhältnisse. Zwei statt der sechs durchaus möglichen Punkte also, dumm gelaufen. Mit ein wenig mehr Konzentration, Glück und Abwehrarbeit hätten die Lilien jetzt auch locker Tabellenzweiter sein können. Stattdessen reisen sie am Sonntagmittag (13.30 Uhr) als Elfter zum Karlsruher SC.

„Wir haben zu wenig Punkte für das, was wir gespielt haben“, findet Trainer Markus Anfang, „damit sind wir nicht glücklich.“ Grundsätzlich ist der Fußballlehrer aber mit der fußballerischen Leistung seiner Truppe einverstanden. Und das nicht völlig umsonst, meist sah das bisher wirklich passabel aus. Bloß haperte es bei den Darmstädter dann halt häufig im Angriff an der Chancenverwertung, dazu ab und an in der Abwehr an der nötigen Kompromisslosigkeit. Ein gewisser Druck, nicht nur spielerisch zu überzeugen, sondern in Karlsruhe auch drei Punkte aufs eigene Konto zu spielen, ist daher nicht von der Hand zu weisen. Gelingt beim Tabellen-15. aus Baden nicht der zweite Saisonsieg, der Start in die Runde wäre zumindest ein wenig verpatzt. Trotz bisher nur einer Niederlage.

Doch warum über negative Szenarien nachdenken, wenn das Positive doch bisher überwiegt findet zumindest Coach Anfang und sagt: „Wir haben bislang guten Fußball gezeigt. Auch gegen Karlsruhe werden wir wieder alles dafür tun, drei Punkte zu holen.“ Der KSC, bei der Ex-Eintrachtler Sebastian Jung noch keine Rolle spielte, schicke eine robuste Mannschaft aufs Feld, die mit viel Körperlichkeit arbeite. Aber, so Anfang: „Wir versuchen, unser Spiel durchzubringen.“

Personell kann der Darmstädter Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Ersatz-Mittelfeldspieler Seung-ho Paik trainierte unter der Woche individuell. Die Außenverteidiger Fabian Holland und Patrick Herrmann, die gegen Osnabrück jeweils kleinere Blessuren erlitten hatten, standen bereits wieder auf dem Übungsplatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare