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Unter Druck: der Hamburger Trainer Daniel Thioune.
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Unter Druck: der Hamburger Trainer Daniel Thioune.

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Spannend und schön

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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In Liga zwei herrscht ein Ein Kopf-an-Kopf-an-Kopf-an-Kopf-Rennen – auffällig, dass alle vier Spitzenteams auf fußballerische Lösungen setzen, auf mutiges Spiel von hinten heraus.

Es ist maximal eng an der Spitze der Zweiten Fußball-Bundesliga nach 22 Spieltagen. Vier Teams punktgleich: der Hamburger SV als Erster zwei Tore besser als der Zweite Greuther Fürth, die Franken wiederum einen Treffer vor dem VfL Bochum, welchem Holstein Kiel mit zwei Toren weniger Differenz folgt. Ein Kopf-an-Kopf-an-Kopf-an-Kopf-Rennen.

2:3-Niederlage bei Kickers Würzburg

Elf Spiele hatte Tabellenführer HSV nicht verloren bis zum 2:3 am Sonntag beim Letzten in Würzburg. Die eine Niederlage hat gereicht, damit die erstaunlich stabilen Verfolger aufholen. Interessant, dass alle vier Spitzenteams auf fußballerische Lösungen setzen, auf mutiges Spiel von hinten heraus, was im Unterhaus lange selten zu beobachten war, mittlerweile aber auch von Teams des unteren Tabellendrittels mehr gepflegt wird.

Daniel Thioune und viele andere Jungtrainer

Das hat auch mit den jungen Trainern zu tun, die einen guten Job machen. Daniel Thioune, 47, Hamburger SV, nach Osnabrück erst die zweite Cheftrainerstelle im Profifußball. Stefan Leitl. 43, Greuther Fürth, nach dem FC Ingolstadt ebenfalls zum zweiten Mal Chefcoach. Thomas Reiß, 47, VfL Bochum, erstmals Cheftrainer. Ole Werner, 32, Holstein Kiel, erster Job als Chefcoach. Es gibt noch ein paar mehr solcher Leute in der zweiten Liga. Markus Anfang, 46, von Darmstadt 98 zum Beispiel, Robert Klauß, 36, vom 1. FC Nürnberg, Timo Schultz, 43, FC St. Pauli. Kenan Kocak, 40, Hannover 96. Christian Eichner, 38, Karlsruher SC. Oder Mersad Selimbegovic, 38, der mit Jahn Regensburg nach einem Sieg gegen den 1. FC Köln im DFB-Pokal-Viertelfinale steht. Typen, die mit dem Laptop und den Menschen gleichermaßen gut umgehen können und allesamt lieber Doppelpass als Kick and Rush spielen lassen. Das ist eine gute Entwicklung.

Druck auf den Hamburger SV

Es ist gewiss auch kein Zufall, dass der VfL Bochum im Pokal Mainz 05 verdientermaßen mit der klar besseren Idee modernen Fußballs eliminiert hat, dass Holstein Kiel sich auch gegen die Bayern traute, unter Druck das eigene Passspiel zu pflegen und damit so sogar weiterzukommen, dass Fürth es bis ins Achtelfinale nach Bremen schaffte und dort trotz 0:2-Niederlage spielerisch jedenfalls nicht die deutlich schlechtere Mannschaft abgab. Es lohnt sich also für Pay-TV-Kunden, ruhig mal am Samstag oder Sonntag schon zur Mittagszeit oder am Montagabend in die zweite Liga zu schauen, ohne Gefahr laufen zu müssen, sich zu gruseln. Zumal jetzt, da der Aufstiegskampf so ungeheuer spannend zu werden verspricht.

FC St. Pauli als Stolperstein

Für den Top-Top-Top-Favoriten HSV ist im dritten Zweitligajahr der Druck besonders groß geworden. Die Verfolger konnten vor der Saison nicht davon ausgehen, dass sie den Rothosen so hartnäckig im Nacken sitzen würden. Kiel und Bochum wollen bald binnen vier Tagen dem wankenden Tabellenführer neues Ungemach zufügen. Zuvor steht für den individuell besten Kader der Liga das Derby beim gerade voll in Fahrt gekommenen FC St, Pauli auf dem Programm, danach der letztjährige Relegationsteilnehmer Heidenheim und dann Ostersonntag Hannover. Eine Zweitligasaison 2021/22 mit dem HSV, Hertha BSC und Schalke 04 ist gerade keine Utopie mehr.

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