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Spanische Nationalmannschaft: Rekorde, Erfolge, Trainer - alles Wichtige über den dreifachen Europameister

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Von: Max Schäfer

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Sergio Ramos führt die spanische Nationalmannschaft auf das Spielfeld.
Können Sergio Ramos und seine Mitspieler an die Erfolge der spanischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft anknüpfen? © Alessandro Della Valle/dpa

Einmal Weltmeister, dreimal Europameister: Das sind die großen Erfolge der spanischen Nationalmannschaft. Weiteres Wissenswertes zur Auswahl von der iberischen Halbinsel.

Madrid – Die spanische Nationalmannschaft war kaum gegründet, da feierte sie schon den ersten Erfolg bei einem Turnier. Denn die „roten Furie“, wie die spanischen Fußballer auch genannt werden, absolvierte ihr erstes Länderspiel bei den Olympischen Spielen im belgischen Antwerpen im Jahr 1920. Zum Auftakt gewann Spanien 1:0 gegen Dänemark. Im Turnierverlauf folgten Siege gegen Schweden, Italien und die Niederlande. Zwar verloren sie gegen die späteren Olympiasieger Belgien, am Ende kam allerdings die Silbermedaille heraus.

Spanische Nationalmannschaft: Die Anfänge

Zwar fand das erste Länderspiel Spaniens erst 1920 statt, den Fußball-Verband gab es allerdings schon sieben Jahre länger. Der Verband Real Federación Española de Fútbol wurde am 29. September 1913 gegründet. Das erste Heimspiel der spanischen Fußball-Nationalmannschaft fand am 7. Oktober 1921 in Bilbao statt. Die Iberer besiegten Belgien mit 2:0.

NameReal Federación Española de Fútbol (RFEF)
Gründungsjahr1913
Erstes Länderspiel28. August 1920 gegen Dänemark (1:0)
Größte ErfolgeWeltmeister (2010), Europameister (1964, 2008, 2012)
RekordnationalspielerSergio Ramos (180, Stand 11.03.2022)
RekordtorschützeDavid Villa (59)

Spaniens Nationalmannschaft: Erfolgreiche Jahre 2008-2012

An der ersten Weltmeisterschaft im Jahr 1930 nahm Spanien nicht teil. Seit 1934 war die Nationalmannschaft bei 15 Weltmeisterschaften vertreten. Einmal gewannen die Spanier: Bei der FIFA-WM in Südafrika 2010 besiegten die Iberer die portugiesische Nationalmannschaft (1:0) und Paraguay (1:0). Im Halbfinale traf die „rote Furie“ auf die deutsche Nationalmannschaft mit Joachim Löw und konnte das Spiel dank eines Kopfballtors von Carles Puyol mit 1:0. Im Finale mussten sie Spanier in die Verlängerung. In der 116. Spielminute traf Andrés Iniesta zum 1:0 und bescherte der spanischen Nationalmannschaft den größten Erfolg ihrer Geschichte.

Bei Europameisterschaften waren die Spanier erfolgreicher. Den ersten EM-Titel holte die „rote Furie“ im Jahr 1964. Beim Turnier im eigenen Land besiegten die iberischen Kicker die Sowjetunion mit 2:1. Der zweite Titel folgte einige Jahre später, als Spanien das Finale der EM 2008 mit 1:0 gegen Deutschland gewann. Bereits vier Jahre später krönte sich Spanien erneut zum Fußball-Europameister. Im Finale des Turniers in Polen und der Ukraine besiegte man Italien deutlich mit 4:0.

Spanien: Die Rekorde der iberischen Kicker

Mit dem Sieg im Finale in Kiew stellte die spanische Nationalmannschaft einen Rekord auf: Keine Mannschaft erzielte vier Tore in einem EM-Finale. Außerdem war es die erste EM-Titelverteidigung. Spanien ist auch die einzige Fußball-Nation, der es gelang, drei Turniere in Folge zu gewinnen.

Den höchsten Sieg der Spanier feierte die „rote Furie“ im 1933. Die Iberer besiegte Bulgarien mit 13:0. 1:7 war jeweils das Ergebnis der höchsten Niederlagen: 1928 verlor man gegen Italien, 1931 gegen die englische Nationalmannschaft.

Den Rekord der meisten Spiele für die spanische Nationalmannschaft hält Real Madrid-Verteidiger Sergio Ramos. Vor der Europameisterschaft 2021 spielte er bereits 180 Mal für Spanien. Auf Platz zwei in dieser Rangliste steht Torhüter Iker Casillas, der zwischen 2000 und 2016 im Tor stand. Er kommt auf 167 Länderspiele. Rekordtorschütze ist David Villa. Er schoss 59 Tore.

„Marcha Real“: Warum die spanische Hymne keinen Text hat

Die spanische Nationalhymne „Marcha Real“ ist eine der ältesten Hymnen der Welt. Und sie verfügt über eine prägende Besonderheit: Es gibt keinen Text. Die eine Erklärung, warum die Hymne ohne Text auskommen muss, gibt es nicht. Ein Grund dürfte die Uneinigkeit der spanischen Regionen sein. Noch heute stehen Provinzen wie Katalonien oder das Baskenland der spanischen Krone kritisch gegenüber. Eine Textfindung ist da kaum möglich.

Komponiert hatte die Nationalhymne Manuel de Espinosa. Insgesamt dauert „Marcha Real“ 62 Sekunden.

Spanische Nationalmannschaft: Die Trainer der „roten Furie“

Laszlo Kubala war von 1969 bis 1980 Trainer der spanischen Auswahl und hat damit die längste Amtszeit inne. Er stand bei 68 Länderspielen an der Seitenlinie. Der Welt- und Europameister-Trainer Vicente del Bosque konnte die meisten Siege mit Spanien einfahren. 87 von 114 Spielen gewann die „rote Furie“ unter seiner Führung. Seit 2019 ist Luis Enrique Nationaltrainer.

Der offizielle Kader der spanischen Nationalmannschaft bei der EM 2021

Spanien bei der EM 2021: Souveräne Qualifikation, Aus im Halbfinale

Bei der EM 2021 hoffte Spanien, an die Erfolge der Jahre 2008 bis 2012 anzuknüpfen. Die Qualifikation zur Europameisterschaft lief ohne große Probleme ab. In der EM-Quali-Gruppe F verlor die spanische Nationalmannschaft kein Spiel und landete mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz eins in der Tabelle. Nur gegen Schweden und Norwegen gab es jeweils ein 1:1-Unentschieden.

Am 14. Juni 2021 startete Spanien in die EM 2021. Der erste Gegner der Iberer war die schwedische Auswahl (0:0). Im Halbfinale schließlich schied Spanien nach einem 2:4 nach Elfmeterschießen gegen den späteren Europameister Italien aus.

Spanien trifft bei WM 2022 auf DFB-Team

Bei der WM 2022 in Katar gibt es für die spanische Elf ein Wiedersehen mit Deutschland. Beide Teams wurden in die Gruppe E gelost. Die beiden anderen Teams sind Costa Rica und Japan. Der Spielplan der WM steht fest. Zudem finden Sie auf fr.de einen Überblick über alle bei der WM teilnehmenden Teams. (Max Schäfer)

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