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Sommerpause:

Wie sortiert sich die Eintracht neu?

Nach frühen Pleiten in der Bundesliga und dem blamablen Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals schien sich eine schlechte Saison von Eintracht Frankfurt anzudeuten.

In den kommenden Monaten gelang es jedoch auf nationalem und internationalem Parkett, auf ganzer Linie zu überzeugen. Nun steht über den Sommer der Umbruch der Mannschaft bevor. Doch in welcher Konstellation wird diese in die neue Saison starten?

Die notwendigen Transfers des Sommers

Natürlich wird Fredi Bobic auch in diesem Jahr versuchen, das Beste aus den vorhandenen finanziellen Mitteln zu machen. Um endgültig zu den Spitzenteams in der Liga aufschließen zu können, wird es etwa notwendig sein, den Kader in der Breite noch etwas zu stärken. Ein Plus an erstklassigen Spielern würde dem Trainer die Möglichkeit bieten, bei der dreifachen Belastung zu rotieren, um die Belastungen nicht zu groß werden zu lassen. Langwierige Verletzungen, die zu Ausfällen wichtiger Stützen der Mannschaft führen, wären unter dieser Bedingung seltener.

Doch nicht auf jeder Position wird es für die Verantwortlichen notwendig sein, sich direkt auf die Transfers zu stürzen. In einigen Fällen bietet sich die Gelegenheit, auf die Stärken der Jugend zu setzen. Zuletzt wurden mehrere Spieler aus dem Nachwuchsbereich in die erste Mannschaft befördert. Mit Nils Stendera oder Patrick Finger stehen zwei Spieler zur Verfügung, die ein besonderes großes Potenzial an den Tag legen. Sie könnten im nächsten Jahr Schritt für Schritt an die Mannschaft herangeführt werden, um eines Tages selbst zu einer wichtigen Stütze zu werden.

Dass sich die Wahrnehmung der sportlichen Stärke bei Eintracht Frankfurt ganz grundlegend geändert hat, zeigt auch ein kurzer Blick auf die Einschätzungen der Buchmacher. Diese zeichnen die Siege der Eintracht zunehmend mit niedrigen Quoten aus. Dabei handelt es sich um eine klare Reaktion auf das starke Auftreten in den vergangenen Monaten. Entscheidend für die Quote bleibt darüber hinaus die Wahl des Buchmachers. Einige seriöse Anbieter aus dem TV, bei denen eine sichere Anmeldung möglich ist, finden sich auch auf dieser Seite.

Wichtige Sponsoren an Bord

Doch woher stammen nun die finanziellen Mittel, die im Sommer noch ausgegeben werden sollen? Einerseits ist es der Eintracht gelungen, das Band zu wichtigen Sponsoren noch enger zu knüpfen. Mit dem Frankfurter Flughafen steht ein lokaler Partner an der eigenen Seite, der auch in den kommenden Jahren in die Verantwortung treten soll. Für die Trikotwerbung der Eintracht wurde ebenfalls ein langfristiger Vertrag ausgehandelt, der die Position der Eintracht stärken wird. Die starken sportlichen Leistungen der letzten Jahre werden mit Sicherheit einen Teil zur Steigerung der Attraktivität beitragen. So sind auch die Sponsoren selbst dazu bereit, für einen der begehrten Plätze in der Welt des Marketings noch tiefer in die Tasche zu greifen.

Auch das erneute Erreichen der internationalen Plätze wird den Planungen aus finanzieller Sicht sehr entgegenkommen. Die zusätzlichen Einnahmen bieten neue Freiheiten, wie sie in den vergangenen Jahren noch nicht vorhanden waren. Ohne dieses zusätzliche Kapital wäre es vor allem auf der Basis der stark steigenden Ablösesummen am Transfermarkt schwer, jene Spieler zu sichern, die derzeit in die Planungen passen. An dieses Szenario fügen sich auch die Saisonziele an, die von der Eintracht in dieser Saison verfolgt werden. Erneut soll es gelingen, sich bis in die vorderen Gefilde der Tabelle zu spielen. Die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb bietet dann die Gelegenheit, sich auch im kommenden Jahr der hohen Einnahmen sicher zu sein. Durch diese erneute Qualifikation wäre der Weg bereitet, um langfristig den Blick wieder nach oben zu richten.

Die Triebkraft der Weiterentwicklung

Der aktuelle Wert des Frankfurter Kaders ist nicht auf hohe Ausgaben zurückzuführen, die bei der Verpflichtung der Spieler zu stemmen waren. Vielmehr steht im Hintergrund die stetige Weiterentwicklung der einzelnen Akteure. Spieler wie Luka Jovic, Ante Rebic oder Sebastien Haller konnten für kleines Geld verpflichtet werden. Denn erst bei der Eintracht stellten sie unter Beweis, dass sie das Zeug haben, zu den ganz großen der Szene zu zählen. Das Interesse großer Klubs, die Stück für Stück auf die offensiven Spieler aufmerksam wurden, steigerte die Begehrlichkeit noch weiter.

Der Eintracht kann es per se nicht gelingen, all diese Akteure über viele Jahre im Klub zu halten. Vielmehr will man sich selbst als ein Sprungbrett in Szene setzen, wo es Spielern gelingen kann, den nächsten wichtigen Schritt in ihrer Karriere zu machen. Je mehr Akteuren dies gelingt, desto größer sind nicht nur die Einnahmen, die auf der Basis der Verkäufe erzielt werden können. Auf der anderen Seite bietet sich die Gelegenheit, in eine bessere Position für die Verhandlungen mit anderen Spielern zu kommen. Mit einem Mal ist es dann möglich, die Strahlkraft der Eintracht deutlich zu verbessern und von diesem starken Standing zu profitieren.

Neue Gelder gezielt investieren

Besonders der internationale Wettbewerb füllte bei der Eintracht die Kassen. Durch den großen Achtungserfolg war es möglich, die eigene finanzielle Situation neu zu gestalten. Das Durchschnittsalter von gut 25 Jahren spricht dafür, dass der aktuelle Kader noch für ein paar Jahre in ähnlicher Konstellation an den Start gehen kann. Einzelne in die Jahre gekommene Stützen, wie Makoto Hasebe oder Marco Russ, sind bei ihren Einsätzen noch immer dazu in der Lage, die erhofften starken Leistungen abzurufen.

Unter dieser Voraussetzung könnte es auch in den nächsten Jahren möglich sein, die richtige Balance im Team zu finden. Junge Spieler profitieren von erfahrenen Akteuren, die Tag für Tag an ihrer Seite stehen und sie in ihrer Entwicklung begleiten. Gleichsam gewinnt das Team durch die vielen jungen Nachwuchsspieler jene Dynamik, durch die sich die Eintracht in den letzten Jahren auszeichnete und die noch weiter erhalten bleiben soll, um den Erfolg auf Dauer zu sichern. Bislang stehen die Chancen gut, dass dieses Ziel wie erwünscht erreicht und die eigene Position in Deutschland und Europa gesichert werden kann.

Unter dem Strich dominieren damit die positiven Aussichten, die mit der aktuellen Lage der Eintracht verknüpft werden können. Nun liegt es an den Verantwortlichen, die entscheidenden Schritte bei der Kaderplanung zu gehen und den Fokus damit endgültig auf die Leistung in der neuen Saison zu legen. Die Erwartungen des gesamten Umfelds sind in Anbetracht der jüngsten Erfolge zumindest nicht kleiner geworden.

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