Schnelle Hilfe aus England: Christoph Zimmermann. Foto: SV Darmstadt 98
+
Schnelle Hilfe aus England: Christoph Zimmermann. Foto: SV Darmstadt 98

SV Darmstadt 98

Soforthilfe mit Weltstar-Erfahrung

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
    schließen

Neuzugang Christoph Zimmermann soll die Abwehr der Darmstädter stabilisieren - am besten schon im ersten Heimspiel gegen Sandhausen am Freitag.

Sadio Mané, Harry Kane, Heung-min Son, Timo Werner, Kai Havertz: Die Liste der Stürmer, die sich in diesem Kalenderjahr bereits mit Christoph Zimmermann in Zweikämpfen auseinandersetzen mussten, ist namhaft. Erstaunlich namhaft für einen verteidigenden Fußballer, den hierzulande im Grunde niemand auf dem Schirm hat, zumindest niemand, der nicht entweder großer Fan von Norwich City in England ist, oder ein guter Freund Zimmermanns, oder ganz tief drin steckt in der Materie mit der professionellen Kickerei: Carsten Wehlmann zum Beispiel, Sportlicher Leiter beim deutschen Zweitligisten Darmstadt 98.

Zimmermann also war für Wehlmann schon länger ein Begriff, der 29 Jahre alte Innenverteidiger war nicht nur wegen seiner Körperlänge, 1,94 Meter, aus der Masse an Profis herausgestochen. „Durch seine langjährige Erfahrung aus den beiden oberen englischen Ligen“, sagt Wehlmann, „sind wir der Überzeugung, dass Christoph uns auf Anhieb weiterhelfen wird.“ Das sollte er auch.

Denn wenn die Darmstädter an diesem Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) im Heimspiel gegen den SV Sandhausen antreten, könnte der erst am Mittwoch mit einem Dreijahresvertrag ausgestattete Zimmermann sofort in der Startelf stehen. Der Grund: Ansonsten stehen dem Trainer Torsten Lieberknecht fast keine Verteidiger mehr zur Verfügung.

Sturmhoffnung fällt aus

Patric Pfeiffer ist nach seiner Gelb-Roten Karte bei der 0:2-Saisonauftaktpleite in Regensburg gesperrt, Abwehrkollege Thomas Isherwood verabschiedete sich mit einem Muskelbündelriss im Oberschenkel für einige Wochen in den Krankenstand. Bleiben noch der 19-jährige Clemens Riedel und der sonst eher selten eingesetzte Jannik Müller.

Zimbo, so der Spitzname des Neuen, werde dem Team gewiss helfen, sagt Trainer Lieberknecht, „davon bin ich überzeugt. Man darf aber nicht erwarten, dass innerhalb eines Tages direkt alles läuft.“

Klar ist, dass es für Zimmermann ein ziemlicher Kaltstart wird in Darmstadt. So namhaft die Gegenspieler in diesem Jahr auch waren, so selten durfte er insgesamt ran. Lediglich vier Pflichtspieleinsätze - ausgerechnet gegen Topteams wie Liverpool, Tottenham und Chelsea, dazu noch gegen Newcastle - stehen in seiner Statistik. Ansonsten musste sich der bei Borussia Mönchengladbach fußballerisch ausgebildete und später für Borussia Dortmund II spielende Zimmermann zuletzt in Norwich mit der Zuschauerrolle begnügen. Er könne, so hofft es sein neuer Trainer, dennoch eine „wichtige Stütze“ des Teams werden.

Grundsätzlich erwartet Lieberknecht von seiner Mannschaft gegen Sandhausen den ersten Saisonsieg im zweiten Spiel, nur logisch. Er vermutet zudem, dass seine Elf mit „Wut im Bauch“ auflaufen wird, war der Spielverlauf beim Start in Regensburg doch äußerst unglücklich aus Darmstädter Sicht.

Ebenfalls unglücklich: Oscar Vilhelmsson, die 18 Jahre alte Sturmhoffnung aus Schweden, fällt ebenfalls verletzt aus. Der Neuzugang zog sich im Training einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zu. Erneut wird es dadurch Phillip Tietz als Solist in vorderster Linie probieren müssen.

Kommentare