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Aller Ehren wert: RB Leipzig setzte sich gegen Paris St. Germain durch.
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Aller Ehren wert: RB Leipzig setzte sich gegen Paris St. Germain durch.

Kommentar

Signal der Stärke

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Dass ein Bundesliga-Quartett in der Königsklasse geschlossen überwintert, war zuletzt 2014 der Fall – also in den Hochzeiten der deutschen Nationalmannschaft. Der Kommentar.

Vier gewinnt“ nennt sich ein Gesellschaftsspiel, das Großeltern bis heute gerne noch mit ihren Enkelkindern spielen – wenn sie denn in Corona-Zeiten zusammenkommen können. Wer zuerst vier Steine in Reihe – waagerecht, senkrecht oder diagonal – unterbringen kann, ist Sieger des Strategiespiels. „Vier gewinnt“ heißt es aus deutscher Sicht auch in der Champions League. Dass ein Bundesliga-Quartett im sportlich und wirtschaftlich lukrativsten Wettbewerb geschlossen überwintert, war zuletzt 2014 der Fall – also in den Hochzeiten der deutschen Nationalmannschaft.

Diese aber durchlebt gerade eine tiefe Sinnkrise, deshalb ist das Signal der Stärke umso wichtiger. Beim FC Bayern und bei Borussia Dortmund – wegen einer vergleichsweise leichten Gruppe – wäre alles andere als ein Weiterkommen eine Enttäuschung gewesen, aber dass sich RB Leipzig gegen Paris St. Germain und Manchester United, Borussia Mönchengladbach gegen Real Madrid und Inter Mailand durchsetzten, ist aller Ehren wert. Die selbstbewussten Sachsen, vor allem aber die mutige Fohlenelf haben neben Sympathiepunkten auch wichtige Zähler für die Uefa-Fünfjahreswertung gesammelt, die der Bundesliga auch in Zukunft vier Startplätze garantieren.

Dass Bayer Leverkusen und die TSG Hoffenheim vor dem letzten Gruppenspieltag der Europa League die Versetzung in die Zwischenrunde sicher hatten, rundet das positive Ergebnis ab. Dem Ansehen der Liga kann das nur gut tun, auch wenn Leipzig beim Husarenstreich gegen den englischen Rekordmeister nur einen für die Nationalmannschaft spielberechtigten Akteur einsetzte: Linksverteidiger Marcel Halstenberg, nach 87 Minuten eingewechselt.

Wer ein Schwergewicht in Europa sein will, scoutet halt in der ganzen Welt. Bei näherem Hinsehen zeigt sich auch: In Europa wird die Kluft zwischen dem Establishment, den bekannten Großvereinen, und den Underdogs, die diesmal Club Brügge, Ferencvaros Budapest oder Stade Rennes hießen, immer größer. Ajax Amsterdam machte einmal den Fehler, fast ins Finale zu kommen: Seitdem hat ein Beutezug auf die besten Akteure stattgefunden. Aktuell gibt es mit dem FC Porto nur ein Team, das nicht aus den „Big-Five“-Nationen kommt. Die Königsklasse wird ab der K.o.-Runde ein fast geschlossener Zirkel, der kaum noch Eindringlinge duldet. Die Vorrunde ist für die meisten globalen Marken nur das Vorgeplänkel – ernst wird es erst im Frühjahr.

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