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Playoffs

Showdown um das EM-Ticket

Island oder Ungarn werden dritter deutscher Gruppengegner. Das Playoff Finale findet am 12. November statt.

Im Nationalstadion von Reykjavik träumten 60 Leutchen auf der Tribüne vom großen EM-Kracher gegen Deutschland, mit Megaphon und Sirenen feierten sie ihre isländischen Wikinger. „Es klang, als wären mindestens 6000 Unterstützer anwesend“, sagte Trainer Erik Hamren, als der Showdown um das EM-Ticket gegen Ungarn Gewissheit war. Entweder Island oder der ungarische Co-Gastgeber wird im kommenden Jahr der dritte Gruppengegner der DFB-Elf.

Es gibt durchaus auch leichtere Aufgaben. Die Isländer haben ihre Stärke bereits bewiesen, als sie 2016 die Fußball-Welt mit ihrem Viertelfinal-Einzug bei der Europameisterschaft in Frankreich im Sturm eroberten. Natürlich wären sie in einer Gruppe mit den französischen Weltmeistern, Titelverteidiger Portugal und den Deutschen krasser Außenseiter. Aber das macht ihnen gar nichts aus.

Spiel ist am 12. November

„Wir haben im Team den gleichen Kern seit acht Jahren, und es gibt einen unglaublichen Hunger, wieder zu einem Turnier zu fahren“, sagte der Augsburger Alfred Finnbogason nach dem 2:1 (2:0)-Sieg im Playoff-Halbfinale gegen Rumänien. Weil sie die Rumänen rauswarfen und die Ungarn gleichzeitig in Sofia Bulgarien mit 3:1 (1:0) schlugen, duellieren sich beide Mannschaften am 12. November um den vierten Platz in der EM-Gruppe F.

Für die Ungarn ist dieses Finale fast noch wichtiger. Sie sind Co-Gastgeber in der Gruppe, die in Budapest und München ausgespielt werden soll. Abwehrspieler Willi Orban, einst U21-Nationalspieler Deutschlands, warnte daher: „Es kommen große Herausforderungen, wir müssen klug sein. Das Spiel im November gegen Island wird besonders.“ Auch Torhüter Peter Gulacsi, Orbans Vereinskollege bei RB Leipzig, warnte: „Wir müssen uns im Spiel verbessern“, denn es habe „viele Fehler“ in ihren Aktionen gegen die Bulgaren gegeben.

Tatsächlich musste Gulacsi im ersten Durchgang gleich zweimal in höchster Not retten, nachdem Orban (17.) den Ball nach einer Flanke mit dem Bauch zur 1:0-Führung über die Linie gedrückt hatte. Ihr italienischer Trainer Marco Rossi war stinkig: „Es ist das erste Mal in meiner Zeit als Nationaltrainer, dass wir mit einem schlechten Spiel ein gutes Ergebnis erzielt haben.“ Mit Blick auf das Duell mit den Isländern sagte er jedoch, sein Team könne „alles erreichen“, wenn es sich nur an die Taktik halte.

Ob sich mit eiserner Disziplin das letzte Hindernis auf dem Weg zum EM-Heimspiel überwinden lässt, ist so leicht nicht zu beantworten. Schließlich besitzen die Isländer gerade in der Offensive mit Finnbogason und dem Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson, dessen Doppelpack (16./35.) die EM-Hoffnungen der Rumänen platzen ließ, viel Talent. „Es ist großartig, mit ihm im Sturm zu spielen“, sagte Finnbogason über seinen Partner, der zuletzt beim FC Everton in England nicht immer erste Wahl war. Daher hatte Sigurdsson noch eine Botschaft an seinen Vereinstrainer Carlo Ancelotti: „Heute Abend gab es viele Länderspiele, und hoffentlich hat er dieses Spiel gesehen.“ (sid)

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