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Stolz: Serdar Dursun bei der Unterschrift. Instagram/fenerbahce
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Stolz: Serdar Dursun bei der Unterschrift.

Transfer

Dursun wechselt zu Özil-Klub: Der kleine Zlatan und der große Mesut

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Der Ex-Darmstädter Serdar Dursun schließt sich Fenerbahçe Istanbul an und trifft dort auf Özil.

In der Türkei haben sie ihm vor einigen Jahren schon einen schmeichelhaften Spitznamen verpasst: Mini-Zlatan sei er, so wie der große Zlatan, nur eben in klein, in nicht ganz so gut. Serdar Dursun, ein hoch aufgeschossener Angreifer mit guter Koordination seiner langen Gliedmaßen, knipste sich denn auch passenderweise mit ähnlicher Zopffrisur wie der seines fußballerischen Vorbilds, jener des schwedischen Superstars Ibrahimovic, durch die zweite Liga in Deutschland. Er schoss Tor um Tor für den hessischen Klub Darmstadt 98, was in der vergangenen Runde mit 27 Treffern für die Spitzenposition unter den Ballermännern langte.

Serdar Dursun, 29, darf nun den Lohn für seine herausragende Saison einstreichen. Der in Hamburg geborene Sohn türkischer Einwanderer schloss sich am Dienstagabend Fenerbahçe Istanbul an. Beim Tabellendritten der Süperlig, der damit kommende Runde in der Europa League antreten wird, unterzeichnete Dursun einen Dreijahresvertrag plus die Option auf eine weitere Saison. Stolz wie Bolle blickte der Angreifer bei der Vertragsunterschrift in die Kamera, künftig wird er nicht mehr von leichtgewichtigen Darmstädter Profis wie Tobias Kempe oder Marvin Mehlem mit Vorlagen versorgt, sondern unter anderem vom 2014er-Weltmeister Mesut Özil.

Die Verpflichtung des deutschen Zweitligastürmers rief in Fenerbahçe-Fankreisen derweil kaum Begeisterung hervor, wenngleich Dursun durchaus Chancen auf einen Stammplatz zugerechnet werden.

Serdar Dursun: Ablösefreier Wechsel

Vergangene Runde wurde Außenangreifer Enner Valencia mit zwölf Treffern bester Schütze bei Fener, der Ex-Freiburger Papiss Demba Cissé, mittlerweile 36 und seit kurzem ohne Vertrag beim Istanbul-Klub, traf immerhin noch fünfmal. Ansonsten war da im Angriff nicht viel los. Machbar also für den ablösefreien Dursun, mit dessen Verpflichtung auch die deutschen Zweitligisten Hamburger SV, Schalke und Werder Bremen sowie Bundesligaklub Union Berlin geliebäugelt haben sollen. Freilich: Bei Fenerbahçe dürfte Dursun mit einer höheren Entlohnung für seine Arbeit rechnen dürfen. Auch nicht unwichtig, so mit 29 gegen Ende der Karriere.

Allzu tolle Erinnerungen an den türkischen Fußball hat der Familienvater dagegen nicht. Mit 19 war er das erste Mal aus Hannover in die Türkei gewechselt. Eskisehirspor, Sanliurfaspor, Denizlispor und Karagümrük (dritte Liga) hießen die Stationen, bei denen er sich kaum durchsetzen konnte. Später dann Greuther Fürth und Darmstadt 98. Erst bei den Lilien gelang dem Spätzünder den Durchbruch. „Darmstadt ist zu meiner zweiten Heimat geworden“, sagte Dursun mit den Tränen in den Augen bei seinem Abschied. Der Schmerz ist längst weg, Vorfreude geblieben: „Es wird mir gefallen, in Istanbul zu leben.“

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