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Kommentar

Bayern München: Transfer-Politik nach altem Muster - Der Konkurrenz die Spieler wegkaufen

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Bayern München schwächt mit seinen Einkäufen die direkte Konkurrenz. Kommentar zu einem alten Muster, das die Bayern zum Serienmeister machte.

Der Nationalspieler Serge Gnabry, neuerdings wieder mit fein ziselierten Dreadlocks unterwegs, hat seinen Mitspieler Jamal Musiala „einen kleinen, süßen Fratz“ genannt. Es klang liebevoll, ja zärtlich, da schmelzen halt alle dahin, sogar Männer, wenn das „Bambi“ gerufene Supertalent leichtfüßig Fußball spielt, beim DFB wie bei den Bayern. Richtig stolz, assistierte jetzt Klubchef Herbert Hainer sei man über die Entwicklung des 18-Jährigen, das sei der Bayern-Weg, man werde künftig verstärkt auf den eigenen Nachwuchs aus dem millionenteuren Campus setzen.

Das ist bestimmt eine gute Idee, gerade in schwierigen Zeiten, doch dass der jüngste Jungstar das Fußballspielen im Bayern-Campus gelernt hätte, ist Folklore: Der Brexit und persönliche Gründe hatten die Familie Musiala aus London raus getrieben. Aber auf den Nachwuchs setzen ist sicher keine schlechte Idee, selbst wenn der Nachwuchs für die Über-Bayern immer noch ein bisschen besser sein muss. Die zehnte Meisterschaft in Folge gewinnt man halt selbst in der Bundesliga nicht mit Teenies.

Bayern statt Leipzig: Dayot Upamecano.

Bayern München hat mehr Geld als die Mitbewerber

Da holt man gerne Klasse dazu, die Kasse ist eh besser gefüllt als anderswo. Und bedient sich bei der Konkurrenz, was – stimmt der Preis – völlig in Ordnung ist. Ist es aber ein Zufall, dass der FC Bayern für die neue Saison vornehmlich ins Leipziger Regal gegriffen hat? Erst Dayot Upamecano, dann Julian Nagelsmann, kurz vor Toresschluss Marcel Sabitzer, drei Säulen des RB-Imperiums: Abwehrchef, Trainer, Kapitän. Steckt da womöglich ein Plan dahinter? Der vom Brausegigant alimentierte Klub schickte sich an, sich zu einer ernsthaften Konkurrenz zum Abomeister zu mausern - und flugs werden die besten Kräfte weggekauft. Natürlich wird das keiner zugeben an der Säbener Straße, absichtlich die Konkurrenz schwächen, wir doch nicht, haben wir nicht nötig.

Bayern München: Gerne bei der Konkurrenz wildern

Aber auffällig ist: Es gibt Klubs in den letzten 25 Jahren, die in schöner Regelmäßigkeit ihre besten Spieler an die Bayern verloren haben. Bayer Leverkusen zum Beispiel (Ballack, Zé Roberto, Lucio, Robert und Niko Kovac), Werder Bremen (Ismael, Pizarro, Herzog, Klose, Borowski), zuletzt Borussia Dortmund (Götze, Hummels, Lewandowski) – just als diese Teams aufzumucken drohten, wedelte der Süden mit dem Scheckbuch.

Dass eine Reihe dieser Kicker überhaupt nicht funktionierte in München (Herzog, Borowski, Götze) machte nichts, Hauptsache sie richteten mit ihren alten Klubs keine Schäden mehr an. Das muss keine ausgeklügelte Bayern-Strategie sein, ein hübscher Nebeneffekt ist die Schwächung der anderen allemal. In die Saison ist Leipzig übrigens mit zwei Niederlagen aus drei Spielen gestartet. (Thomas Kilchenstein)

Rubriklistenbild: © imago images/Sven Simon

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