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Enges Duell: Khaled Narey (links) vom Hamburger SV versucht Darmstadts Aaron Seydel zu entkommen.
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Enges Duell: Khaled Narey (links) vom Hamburger SV versucht Darmstadts Aaron Seydel zu entkommen.

Darmstadt 98

Schmerz, lass nach

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Zweitligist Darmstadt 98 hält gegen den Hamburger SV mit und verliert dennoch – wegen eigener Fehler und eines ausgebliebenen Pfiffs. Die Enttäuschung beim Team ist groß.

Diese Szene an der Mittellinie bekamen sie nach dem Abpfiff einfach nicht aus dem Kopf, jene nach 87 Minuten, als sich die Fußballer Fabian Holland und Tobias Kempe gemeinschaftlich gegen eine rasche Ausführung des Freistoßes stemmen wollten, Kontrahent Moritz Heyer ihnen aber ein cleveres Schnippchen schlug. Der Hamburger nämlich marschierte schnurstracks mit dem Ball in seinen Händen an den beiden verdutzten Darmstädtern vorbei und führte den ruhenden Ball einfach ein paar Meter weiter vorn aus. Kein Pfiff des Schiedsrichters, ein fluchender Lilien-Trainer Markus Anfang, eine Hamburger Spielverlagerung auf die linke Seite, eine Flanke in die Mitte, ein Torjäger Simon Terodde, der ein Tor erzielt. Der späte, aber nicht unverdiente 2:1-Siegtreffer für den HSV im Zweitligaduell bei Darmstadt 98 – verbunden mit Empörung bei den Hessen.

„Verpfiffen?“, fragte sich deren Trainer Anfang in der Pressekonferenz rhetorisch, um dann zu antworten: „Es macht natürlich einen Unterschied, wo der Freistoß ausgeführt wird. Dadurch, dass er in unserer Hälfte ausgeführt wurde, waren zwei Spieler von uns überspielt.“ Tobias Kempe, der zwischenzeitlich mit einem Volleyschuss das sehenswerte 1:1 erzielt hatte (78.), wurde deutlicher: „Diese Szene kann ich absolut nicht akzeptieren. Es gibt eine klare Regel im Fußball. Die Schiedsrichter weisen immer wieder darauf hin, dass der Ball dort liegen muss, wo das Foul war. Und das war hier überhaupt nicht der Fall.“

Die Darmstädter waren natürlich nicht nur deshalb so sauer, weil Schiedsrichter Nicolas Winter den Freistoß nicht zurückpfiff, was er hätte tun sollen, sondern auch, weil diese Niederlage so bezeichnend war für ihre bisherige, irgendwie nervige Saison. Wie so oft spielten die Lilien eigentlich ganz gut mit, sie schafften es gegen den optisch überlegenen Favoriten vor allem, ihre Abwehr einigermaßen dicht zu kriegen, standen am Ende aber ohne Zählbares da. Zwölf Punkte sind es nach elf Spieltagen nur, der Abstand zur Abstiegszone beträgt ein Pünktchen.

„Das ist sehr bitter“, sagte Anfang. „Es tut wahnsinnig weh“, stimmte Abwehrchef Immanuel Höhn ein. Die personell in dieser Runde regelmäßig gebeutelten Darmstädter versuchen sich zwar gegen den Abwärtstrend (vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen) zu wehren, der Ertrag aber bleibt weitestgehend aus. „Ich weiß nicht, warum wir derart bestraft werden“, sagte der geknickte Höhn. Natürlich sollte festgehalten werden, dass die wiederkehrenden Nackenschläge auch eigenen Fehlern geschuldet sind. Wenn Serdar Dursun sein Hand auf Kopfhöhe hebt und damit den Elfmeter zur Hamburger 1:0-Führung verschuldet – Terodde traf per Nachschuss (71.); wenn Patrick Herrmann an der Mittellinie bereits verwarnt völlig überdreht zur Werke geht und deshalb vom Platz fliegt (74.), dann sind auch diese Unzulänglichkeiten wesentlich für das bisherige Abschneiden.

Was also könnte jetzt helfen, wenn die Lilien am Dienstag (18.30 Uhr) ausgerechnet beim Zweitligaspitzenreiter Greuther Fürth antreten müssen? „Beharrlich bleiben, versuchen, weiter guten Fußball zu spielen“, sagt Anfang. Und womöglich sich in der einen oder anderen Situation auch cleverer anzustellen.

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