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Schlechte Zahlen, gute Zahlen

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Von: Jan Christian Müller

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Lässt in Mainz wieder Mainz-Fußball spielen: Trainer Bo Svensson.
Lässt in Mainz wieder Mainz-Fußball spielen: Trainer Bo Svensson. © dpa

Der FSV Mainz 05 macht Gewinn und will am Samstag gegen den VfL Wolfsburg gewinnen / Trainer Bo Svensson kann sich vor Lob kaum retten

Nach den schlechten Zahlen vom 2:6 bei Bayern München hat der FSV Mainz 05 zur neuen Woche gute Zahlen vorgelegt. Bei einem Gesamtumsatz von 115 Millionen Euro wurde im Geschäftsjahr 2021/22 ein Gewinn von 3,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr hatten die Nullfünfer im Zuge der Pandemie ein Minus von 10,2 Millionen Euro ausweisen müssen, zumal sich auch die Verhandlungen um einen Gehaltsverzicht mit den Profis als unerquicklich erwiesen hatten und in einem sehr unschönen Spielerstreik mündeten. Seinerzeit lag Mainz 05 sportlich und imagemäßig am Boden.

Jetzt herrscht also wieder eitel Sonnenschein. Zu verdanken ist der Überschuss nach alter Mainzer Tradition in erster Linie aber nicht dem Tagesgeschäft, sondern Einnahmen aus Spielertransfers von 16,1 Millionen Euro. Die dicksten Brocken Jean-Philippe Mateta, den man für elf Millionen an Crystal Palace loswurde, sowie Torwart Florian Müller (für fünf Millionen Euro zum VfB Stuttgart).

Gute Zahlen will Trainer Bo Svensson nun auch am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den von Niko Kovac inzwischen stabilisierten VfL Wolfsburg vorlegen. Das Mainzer 5:0 gegen den 1. FC Köln aus dem letzten Heimspiel ist noch in angenehmer Erinnerung, wenngleich begleitet von Scharmützeln einer Gruppe von Fans mit der überflüssigerweise angerückten Polizei.

Auf den Dänen Svensson prasselte bei der Mitgliederversammlung am Montagabend allerhand Lob ein, wie auch auf Sportvorstand Christian Heidel und Sportdirektor Martin Schmidt. Vereinsboss Stefan Hofmann sagte: „Wir haben mit unserer sportlichen Führung und unserem Trainer Bo Svensson sportlich wieder zu uns selbst gefunden. Wer zu uns kommt, bekommt leidenschaftlichen Mainz-05-Fußball geboten.“

Das können Trainer und Team am Samstag aufs Neue beweisen. Svensson will sich einen Batzen von den neun bis zur WM-Pause noch zu vergebenden Punkten sichern. Zuletzt dann am Sonntag, 13. November gegen Eintracht Frankfurt.

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