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Schalkes Trainer Domenico Tedesco spricht auf der Pressekonferenz zum Spiel gegen Galatasaray Istanbul.

Champions League

Schalke sucht den Weg aus der Krise

Nach dem Rückschlag in der Bundesliga ist Schalke in der Champions League bei Galatasaray Istanbul gefordert. Nach Stammkeeper Fährmann fällt auch Abwehrchef Naldo aus.

Im Hexenkessel der türkischen Metropole muss Schalke 04 den Weg aus der Krise finden. Vor dem Königsklassenspiel bei Galatasaray Istanbul türmen sich die Probleme.

Am Dienstag traten die Königsblauen die Reise an den Bosporus nicht nur mit der Hypothek der sechsten Bundesliganiederlage, sondern auch ohne Stammkeeper Ralf Fährmann und Abwehrchef Naldo an. Fährmann hat eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich, Naldo musste wegen eines Infekts passen.

Der Ausfall von Spielführer Fährmann kommt zur Unzeit - auch wenn die Verantwortlichen Ersatzmann Alexander Nübel vor dessen Königsklassendebüt am Mittwoch (21.00 Uhr) beim türkischen Meister den Rücken stärken. „Es hat keiner Bedenken, wenn Alex im Tor steht“, betonte Trainer Domenico Tedesco. Sportvorstand Christian Heidel hob hervor, Nübel habe in der U21-Nationalmannschaft zuletzt immer gespielt. Der 22-Jährige musste schon beim 0:2 gegen Bremen kurzfristig einspringen. An beiden Gegentoren war er schuldlos.

Die generellen Probleme des in der Liga auf Rang 16 abgestürzten deutschen Meisterschaftszweiten sind noch größer als die personellen. Dabei schien das Team nach dem schlimmem Start mit fünf Niederlagen wieder auf einem viel besseren Weg. Doch selbst die Pflichtspielsiege gegen Mainz (1:0), in Porto (1:0) und Düsseldorf (2:0) gaben der verunsicherten Elf keinen Halt.

Das 0:2 gegen Werder deckte die Schwächen erneut schonungslos auf. Vor allem die extrem magere Ausbeute von fünf Toren in acht Ligapartien macht Sorgen. Nur Mainz (4) traf noch weniger. „Das ist derzeit unser Hauptproblem“, räumte Heidel ein. „Wenn du kein Tor schießt, kannst du nicht gewinnen“, sagte Stürmer Guido Burgstaller selbstkritisch. Der Österreicher traf bisher nur einmal, Neu-Nationalspieler Mark Uth ging im Schalker Trikot bislang völlig leer aus. Gleichwohl ist Tedesco überzeugt: „Der Knoten wird bald platzen.“

Vielleicht ja schon in Istanbul. Doch da ist nicht nur die Offensive gefordert. Heidel rechnet mit einem hitzigen Gefecht. „Wir wissen, was uns erwartet. Da geht es zünftig zu, sehr, sehr speziell. Aber wir wollen in der Champions League einen großen Schritt machen“, sagte der 55-Jährige. Heidels Rat: „Wir müssen versuchen, aus Respekt Freude zu machen.“

Galatasaray steht unter Druck und muss gewinnen, wenn die Chance auf das Weiterkommen erhalten bleiben soll. Die Konstellation in der Gruppe D: Nach zwei Spielen stehen der FC Porto und Schalke mit je vier Zählern punkt-und torgleich an der Spitze vor dem verletzungsgeplagten türkischen Team von Trainer Fatih Terim (3) und Lokomotive Moskau (1).

Tedesco hofft, dass seine Elf effizienter und cleverer auftritt als zuletzt. Ein Sieg wäre ein Befreiungsschlag, eine weitere Pleite vor dem Bundesligaspiel in Leipzig am Sonntag und der Partie im DFB-Pokal beim 1. FC Köln drei Tage später würde den Druck weiter erhöhen. „Wir waren eigentlich gut unterwegs und dürfen uns jetzt nicht ausbremsen lassen. In dieser Phase wäre das fatal“, sagte der Trainer. (dpa)

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