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Schalke 04: Warum bei Rouven Schröder der Kopf nie aus ist

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Von: Jan Christian Müller

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Erfolgsduo: Trainer Mike Büskens (links) und Manager Rouven Schröder.
Erfolgsduo: Trainer Mike Büskens (links) und Manager Rouven Schröder. © IMAGO/Team 2

Manager Rouven Schröder hat Schalke 04 zurück in die Spur gebracht nach dem Abstieg – nun steht das wegweisende Spitzenspiel gegen Werder Bremen an.

In seinem ersten Leben als Fußballprofi war Rouven Schröder ein Wühler. In seinem zweiten Leben als Fußballmanager ist dieses Arbeitsethos hilfreich. Der 46-Jährige neigt nicht dazu, sich zurückzulehnen. Schon gar nicht vor dem wegweisenden Spitzenspiel Erster gegen Zweiter in der Zweiten Fußball-Bundesliga. Schröder, seit Sommer Sportdirektor bei Schalke 04, findet den „absoluten Knaller“ gegen seinem ehemaligen Arbeitgeber Werder Bremen (Samstag, 13.30, Sky) „elektrisierend“. Er steht mit dieser Einschätzung ganz sicher nicht alleine da.

Umbruch XXL bei Schalke 04

Er hat nichts falsch gemacht, als er im vergangenen Sommer das Angebot zum Himmelfahrtskommando bei den Königsblauen annahm. „90, 95 Prozent der Leute, mit denen ich gesprochen habe, haben mir gesagt: ‚Willst du dir das wirklich antun?’“ Da habe er sich erst recht herausgefordert gefühlt, es anzupacken beim Absteiger. Nicht mehr auf Vorstandsebene mit all dem Ärger mit den Gremien wie zuvor bei Mainz 05, sondern eine halbe Etage unter Sportvorstand Peter Knäbel. So kann sich Schaffer Schröder voll auf seine Kernaufgabe konzentrieren.

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Binnen eines halben Jahres hat er beim Absteiger nicht weniger als 50 Transfers getätigt, er hat gelernt, noch mutiger zu agieren und mit der Ablösung von Dimitrios Grammozis und der Beförderung von Mike Büskens zum Interims-Chefcoach bis Saisonende den offenbar entscheidenden Spin Richtung Aufstieg geschafft.

Schröder hat Schalkes Potenzial geweckt

Schröder wird in der Branche als Fachmann hoch geachtet, aber auch als umgänglicher Typ, auf den Verlass ist. Er musste erst erspüren, was da auf ihn zukommt. „166 000 Mitglieder, du merkst nach und nach, welche Wucht Schalke 04 hat.“ Seine besonders diffizile Aufgabe bei den Knappen nennt er „Umbruch XXL“. Nach dem Abstieg mussten viele teure Profis weg und nahezu ebenso viele viel preiswertere Spieler her. „Wir haben zwei Töpfe gemacht“, berichtete Schröder im Podcast „Kicker meets Dazn“, „in einem waren diejenigen Spieler, die noch Vertrag hatten, aber überdimensional verdient haben und nicht für unseren Zweitligakader vorgesehen waren, in Topf zwei die potenziellen Neuverpflichtungen.“ Er habe seinerzeit „unter Dauerstrom gestanden“, ohnehin sei es so: „Wenn du diesen Job richtig machst, ist der Kopf nie aus.“

Man muss sagen: Viel besser hätten Schröder und Knäbel das nicht hinkriegen können. Schalke ist der am hochkarätigsten besetzte Zweitligaklub, aus dem Goalgetter Simon Terodde und der japanische Defensivstratege Ko Itakura noch ein bisschen herausragen. Gemeinsam gerade mit: Mike Büskens und Rouven Schröder.

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