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Dürfen die Schalker Fans endlich mal wieder jubeln?
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Dürfen die Schalker Fans endlich mal wieder jubeln?

Zweite Liga

Schalke 04: Das große Aufräumen

  • Jakob Böllhoff
    VonJakob Böllhoff
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Sportchef Rouven Schröder muss dem Absteiger Schalke 04 ein neues Gesicht geben - der direkte Wiederaufstieg ist das Ziel.

Zu den Gewissheiten auf der von Gewissheiten nicht reichen Erde gehört die Leidensfähigkeit der Schalker Fußballfans. Die Frage, wie viel Lust sie auf ihren Verein noch haben nach diesem sehr schlimmen, von Corona-Tristesse untermalten Abstiegsjahr, wurde von den königsblauen Fans jedenfalls mit einem entschiedenen „Ja!“ beantwortet. Nur zwei Prozent haben ihre Dauerkarten für die Arena gekündigt, und die Nachrückerliste wurde geschlossen. Zu viel los.

Teure Ladenhüter

Die treuen Schalker werden sich darauf einstellen müssen, dass der Besuch eines Spiels ihrer Mannschaft auch in der zweiten Liga eine spezielle Form des Trümmertourismus‘ darstellt. Der neue Sportchef Rouven Schröder ist mit den Aufräumarbeiten betreut nach dekadenten Jahren, die in der Nachbetrachtung wie eine lange, lange Abrissparty erscheinen.

Er muss nun einen Kader bauen, welcher der sportlichen und wirtschaftlichen Wirklichkeit gerecht wird in Gelsenkirchen, nicht den Träumen und Sehnsüchten. 20 Spieler haben den Klub verlassen, 15 sind gekommen, wobei das ein Stand ist, der vermutlich bei seiner Niederschrift bereits wieder überholt ist. Es ist ein einziges Kommen und Gehen am Rudi-Assauer-Platz.

Wobei das Gehen sogar noch etwas reger sein dürfte, ginge es nach Schröder. Der ehemalige Mainzer Manager ist weiterhin auf der Suche nach Abnehmern für Omar Mascarell, Matija Nastasic und Amine Harit, die mit ihren aus Spielerperspektive Traumverträgen aus Tagen der Illusion die Gehaltsliste des klammen Klubs schwer belasten. Die Diskrepanz zwischen Leistung und Verdienst in der vergangenen Saison macht sie zu Ladenhütern.

Bis zum 31. August, dem Schluss der Transferperiode, wird sich noch einiges Tun auf Schalke. Dass Trainer Dimitrios Grammozis dann eine Mannschaft befehligt, welche den direkten Wiederaufstieg schafft, ist alles andere als sicher. Das ließe sich „nicht seriös“ prognostizieren, sagt Schröder, der bei den Neuverpflichtungen eine der neuen Ligazugehörigkeit angemessenen Realpolitik walten lässt.

Als Königstransfer gilt der Isländer Victor Palsson, 30, ein kerniger Sechser, der bei Darmstadt 98 gezeigt hat, dass er die Liga begriffen hat. Torjäger Simon Terodde, 33, aus Hamburg loszueisen, ist zwar nicht sehr fantasievoll, dafür aber sehr erfolgversprechend. Und es zeigt der Konkurrenz, dass die Schalker nicht gekommen sind, um zu bleiben. Trotz allem.

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