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Ratlos ist er nie. Sagt Adi Hütter.
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Ratlos ist er nie. Sagt Adi Hütter.

Fehlstart in die Bundesligasaison

Saubermann am Krisenherd

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Borussia Mönchengladbach kommt trotz Adi Hütter und Lars Stindl nicht in die Gänge, vor allem, weil ganz vorne nicht genug passiert.

Lars Stindl hat die Einladung ins Aktuelle Sportstudio nicht noch kurzfristig abgesagt, selbst in der Krise muss ein Kapitän Rückgrat zeigen, und Stindl ist Kapitän der in Schieflage geratenen Borussia aus Mönchengladbach, seit fünf Jahren schon. Bald ist der 33-Jährige Rekordspielführer am Bökelberg, trotz prominenter Vorgänger wie Vogts, Netzer, Ziege, Effenberg.

Vor laufenden ZDF-Kameras ging es, logisch, um den klassischen Fehlstart der Gladbacher, nach der 0:1 (0:0)-Niederlage bei den bis dato sieglosen Augsburgern ist die Stimmung am Niederrhein nicht besonders gut, das liegt auf der Hand, bei vier Punkten und Platz 15 nach fünf Spieltagen. Das haben sie sich ganz anders vorgestellt im Borussenpark, trotz eines doch eher schwierigen Auftaktprogramms mit Spielen gegen Bayern (1:1), Bayer Leverkusen (0:4) und Union Berlin (1:2), aber auch Bielefeld (3:1) und Augsburg (0:1).

Sie haben sich das auch deswegen anders vorgestellt, weil sie eine Menge Geld in den neuen Trainer Adi Hütter investiert haben, 7,5 Millionen Euro, der die Gladbacher aufs Gleis Richtung internationales Geschäft stellen sollte - nach dem desaströsen Einbruch in der Rückrunde, als nach der Wechselabkündigung von Trainer Marco Rose alle Ziele verspielt wurden. Gravierend hat sich das unter Hütter, der auch genau weiß, wie man große Ziele verspielt, bislang noch nicht geändert.

Ohne Torgefahr

Pikanterie am Rande: Mit der gleichen Punktzahl und dem gleichen Tabellenstand ist der Österreicher vor drei Jahren auch in Frankfurt bei der Eintracht gestartet, vielleicht noch ein bisschen schlechter, weil er mit den Hessen in der ersten Pokalrunde an einem Viertligisten gescheitert ist. In Gladbach hat er immerhin den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern mit 1:0 aus dem Stadion geschossen. Aber Adi Hütter ist ja auch geholt worden, weil er eine ausgeruhte Mannschaft, ohne Zusatzbelastung im Europapokal unter der Woche, ganz gezielt auf das Kerngeschäft in der Liga vorbereiten sollte.

Was auffällt: Borussia Mönchengladbach hat Schwierigkeiten, trotz viel Ballbesitz - in Augsburg hatte man 70 Prozent - Torgefahr auszustrahlen, der letzte Pass kommt schlampig, zu spät oder gar nicht, fünf Tore in fünf Spielen sind für die als offensivstark bekannte Elf ziemlich wenig. Vorne „sind wir nicht zwingend genug“, sagt Stindl. „Wir spielen und spielen, kommen aber nicht in den Sechzehner und hatten keine Idee, in der Box gefährlich zu sein. So holen wir keine Punkte. In der Gefahr befinden wir uns gerade.“ Anpassungsschwierigkeiten will er nicht gelten lassen, „diese Phase müsste langsam vorbei sein“. Am letzten Willen, am Punch fehlt es der Borussia im Augenblick.

Und dann musste der sehr smart im Studio daherkommende Musterprofi Stindl auch noch seinen Spitznamen erklären, „DSDS“ - „der Saubermann des Sports“. Er könne auch anders, beeilte sich der Offensivspieler zu erklären, wenn er sich „in Rage begebe, kann ich fuchsig werden“.

Nun hoffen sie am Niederrhein, dass es mit Hütter wie vor drei Jahren in Frankfurt läuft: Am sechsten Spieltag gewann die Eintracht gegen Hannover. Dieses Mal hat es Hütter deutlich schwerer, der nächste Gegner heißt Borussia Dortmund, der übernächste VfL Wolfsburg.

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