Nationalspieler ist wieder fit

Sané macht sich für Bayern interessant

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Leroy Sané ist bei Manchester City zurück auf dem Platz. Der Nationalspieler kann also im neuen Jahr wieder spielen. will aber wohl schnell zum FC Bayern wechseln.

Das Foto auf Instagram scheint auf den ersten Blick nicht besonders zu sein. Zwei Beine in langen Trainingshosen, dazu das passende Paar Füße in weißen Fußballschuhen. Der Alltag eines Profis. Für Aufsehen hat es am Montag allerdings trotzdem gesorgt: Denn es wurde zum einen von Leroy Sané gepostet, dessen Reichweite bei knapp fünf Millionen Menschen liegt. Und es sendete all diesen Followern sowie dem Rest der Fußball-Welt die Nachricht, auf die sie nun mehr als vier Monate gewartet hat: Leroy Sané ist zurück auf dem Rasen.

Es war also kein Wunder, dass die ersten Spekulationen um die Personalie des deutschen Nationalspielers in Diensten von Manchester City nicht lange auf sich warten lassen würden. Den Anfang machte die „Sport Bild“, die am Mittwoch, als die Bayern in Freiburg in der Spielvorbereitung steckten, darüber berichtete, dass der schon im Sommer umworbene Sané sich nun endgültig für einen Transfer zum deutschen Rekordmeister entschieden haben soll. Das verwundert insofern nicht, als ein Wechsel vor dem Kreuzbandriss Anfang August schon fast in trockenen Tüchern war und beide Parteien freilich nach wie vor Interesse haben. Was nun neu ist: Sané will angeblich so schnell wie möglich nach München – und kann sich sogar einen Winter-Wechsel vorstellen.

Das Szenario würde bedeuten, dass die Bayern einen nach wie vor in Reha befindlichen Spieler für rund 100 Millionen Euro verpflichten würden. Bisher hat sich die Klubführung darauf eingestellt, die Gespräche im Februar, wenn der 23-Jährige sein Comeback gibt, zu intensivieren. Im Sommer, also ein Jahr vor Sanés Vertrag bei ManCity ausläuft, soll der Transfer über die Bühne gehen. Erst jüngst hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß diesen Plan bekräftigt und gesagt: „Wir müssen abwarten, wie sich seine Genesung gestaltet. Im Januar oder Februar werden sich die Entscheidungsträger zusammensetzen und sich Gedanken machen.“

Dass Sané sich nun offenbar früher Gedanken gemacht hat, hängt vor allem mit dem langen Poker im vergangenen Sommer zusammen. Da nämlich hatte er auch innerhalb der Mannschaft von ManCity offen kommuniziert, dass er nach München will. Sich nun in Manchester zurückzukämpfen, um dann vier Monate später zu wechseln, ist für den Spieler nicht die beste Option. Eine Vertragsverlängerung gilt sowieso als ausgeschlossen. Ablösefrei wird City ihn – von der Uefa wegen Financial Fairplay beobachtet – nicht ziehen lassen,

Dass sich die Transfersumme für den verletzten Spieler verringert, ist unwahrscheinlich. Ein Winterwechsel aber genauso. Wenn Joachim Löw nun Sätze sagt wie „er wäre eine Attraktion für die Bundesliga“, hat er recht. Auch der Bundestrainer aber wird sich wohl gedulden müssen. Sanés Posts werden noch ein paar Monate aus Manchester kommen.

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