Uefa

Rummenigge zürnt

Bayern-Boss kritisiert die Uefa-Pläne und nimmt mal wieder die Nations League ins Visier.

Vier Champions-League-Kracher in etwas mehr als zwei Wochen, danach die Länderspiele und der Start in die Bundesliga: Das belastende „Horrorszenario“ für seine Profis lässt die Alarmglocken bei Karl-Heinz Rummenigge laut schrillen. „Ich halte es eigentlich für nicht gut“, sagte der Vorstandsboss von Bayern München – der bei seiner Kritik an den Plänen der Europäischen Fußball-Union (Uefa) mal wieder gegen die ungeliebte Nations League giftete.

Die passt nach Auffassung des 64-Jährigen nämlich so gar nicht in den engen Terminkalender, den die Uefa am Mittwoch nach einer Sitzung des Exekutivkomitees vorgestellt hatte. Der Plan gönnt den Spielern des deutschen Rekordmeisters im schlimmsten Fall lediglich zehn Tage Pause. Er hoffe, betonte Rummenigge deshalb im ZDF-Morgenmagazin, dass das Vorhaben „noch nicht final beschlossen“ wurden.

Sofern es die Corona-Pandemie zulässt, werden die übrigen Achtelfinal-Rückspiele in der Champions League allerdings am 7./8. August absolviert. Die Münchner müssen dann gegen den FC Chelsea antreten. Bis zum 23. August sollen die Viertelfinal- und Halbfinalbegegnungen sowie das Endspiel über die Bühne gehen, in der ersten Septemberwoche folgen die Partien in der Nations League.

Wenn eine Mannschaft in der Champions oder Europa League „weit kommt, muss man garantieren, dass Spieler mindestens zwei Wochen Urlaub haben“, forderte Rummenigge. Was dies bedeutet? „Einige würden dann gar nicht an den Länderspielen teilnehmen können.“

Am von der Uefa präsentierten Zeitplan für die Europapokal-Turniere lässt sich allerdings nichts ändern, die anderen Ligen sollen ihre Spielzeiten schließlich wie die Bundesliga ebenfalls beenden. Und weil ein regulärer Abschluss des Europacups auch für Rummenigge wichtig ist , soll die Nations League weichen.

Die ist Rummenigge eigentlich schon seit der Einführung 2018 ein Dorn im Auge und für ihn ein Wettbewerb, „den niemand vermissen würde“.

Die Uefa hat zudem festgelegt, dass drei zusätzliche Spieler (aus dem bisherigen Kader) für die entscheidende Phase in der Champions und Europa League nominiert werden können.

Am Donnerstag empfahl das Exekutivkomitee den Uefa-Mitgliedern zudem, die Transferperiode bis zum 5. Oktober zu verlängern. Dieses Datum legte die Uefa fest, da bis zum 6. Oktober Spieler für die Europacup-Wettbewerbe der kommenden Saison registriert werden dürfen. In der Bundesliga schließt das Transferfenster üblicherweise Ende August. (sid)

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