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Gut gelaunte Fußballlehrer: Gladbachs Marco Rose (links) und Frankfurts Adi Hütter.
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Gut gelaunte Fußballlehrer: Gladbachs Marco Rose (links) und Frankfurts Adi Hütter.

Borussia Mönchengladbach

Ruhe für Marco Rose

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Sitz Marco Rose nächsten Sommer bei Borussia Dortmund auf der Trainerbank? Eine Frage, mit der man den Gladbacher Coach aktuell nicht ständig behelligen sollte. Ein Kommentar.

Am Ende flog in der Frankfurter Arena ein Ball in Richtung Nachthimmel wie eine Rakete zu Silvester. Abgefeuert vor der Ersatzbank von Borussia Mönchengladbach. Hätte nur noch gefehlt, dass die Kunststoffkugel einen der LED-Strahler heruntergeholt hätte, die das Stadion illuminieren. Mag Feuerwerk in diesem Corona-Jahr verboten sein, war gegen diese Art von Freudenausbruch nichts einzuwenden. Die Gladbacher Explosion der Gefühle war nach der Aufholjagd zum 3:3 bei Eintracht Frankfurt nur verständlich.

Auffällig gleichwohl, dass beim Trainer Marco Rose wenig Überschwang zu erkennen war. Was mit der Begleitung um dieses turbulente Spiel zu tun hat: Ist Rose, 44, derjenige, der nächsten Sommer bei Borussia Dortmund auf der Trainerbank sitzt? Eigentlich ist das eine ferne Fragestellung, weil zum einen Rose einen bis 2022 laufenden Vertrag besitzt (in dem offenbar eine Ausstiegsklausel verankert ist), und zum anderen gerade Edin Terzic, 38, beim BVB erfolgreich begonnen hat.

Insofern wirkt die mediale Inszenierung ein bisschen voreilig, den möglichen Kandidaten Rose bereits so zu behandeln, als stehe der ehemalige Linksverteidiger von Mainz 05 bereits unmittelbar vor der Vertragsunterschrift in Dortmund. Auch Sportchef Max Eberl befand sich beim Kreuzverhör in der Zwickmühle. Erst hat er gesagt, die Zeit werde zeigen, was passiert. Um dann festzuhalten, die Wahrscheinlichkeit liege momentan bei 99 Prozent, dass Rose bleibt. Könnte sein, dass Eberl an diese Aussage noch erinnert wird. Aber was sollen die Beteiligten auch zu einem Komplex sagen, der kaum mehr steuerbar ist?

Rose wäre gut beraten, für sich genau abzuwägen. Der bestens aufgestellte Vorzeigeklub vom Niederrhein, der sich an einem traditionsbehafteten Standort mit Bordmitteln auf Champions-League-Niveau gehievt hat, ist für ihn derzeit der perfekte Arbeitgeber. Mit der vielleicht klügsten Kaderplanung der Liga, mit dem Macher Eberl an der Spitze. Aber natürlich hat die Borussia in Dortmund noch ein bisschen mehr Strahlkraft, bietet sicher mehr Gehalt – aber auch eine größere Fallhöhe.

Dass Trainer mitunter zu schnell aufsteigen, dafür liefert Frankfurt in seiner jüngeren Geschichte ein gutes Beispiel. Niko Kovac tat sich rückblickend keinen Gefallen, zu früh zum FC Bayern zu wechseln. Bei der Eintracht hat ihn die Aussage „Stand jetzt“ einiges an Kredit gekostet, denn zu diesem Zeitpunkt waren aus den Gerüchten längst Gewissheiten geworden, dass ein Trainer den Lockrufen aus München erliegen würde. So weit ist es bei Rose sicher noch nicht. Man sollte ihn und seinen aktuellen Arbeitgeber daher einfach mal mit dem Thema in diesem Jahr in Ruhe lassen. Es kommt 2021 ganz sicher wieder auf. Vermutlich früher, als allen lieb ist.

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