+
Die Spieler des FC St. Pauli feiern den Treffer von Sami Allagui (l) zum 1:0 gegen den MSV Duisburg.

Montagsspiel 2. Liga

Rückschlag für Lieberknecht

Sami Allagui braucht nur wenige Sekunden, um seinen FC St. Pauli zum Sieg beim MSV Duisburg zu führen.

Der MSV Duisburg bleibt auch mit Trainer Torsten Lieberknecht tief in der Abstiegszone der 2. Fußball-Bundesliga.

Im zweiten Spiel unter der Regie des neuen Coaches musste sich die Mannschaft am Montagabend dem FC St. Pauli mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und rangiert nach dem zehnten Spieltag auf Abstiegsplatz 17. Sami Allagui (84. Minute) traf vor 20.130 Zuschauern Sekunden nach seiner Einwechselung per Kopf nach einem Eckball entscheidend für die Hamburger. St. Pauli holte aus den zurückliegenden fünf Partien 13 Punkte und kletterte auf Relegationsrang drei.

„Momentan läuft's für mich“, sagte Allagui. „Wir haben den Lucky Punch gemacht. Solange wir auf so einer Welle sind, müssen wir alles mitnehmen.“ Durch seinen Treffer zog der Kiezclub mit 19 Punkten am 1. FC Union Berlin (18) und vor allem am Stadtrivalen Hamburger SV (18) vorbei. „Das freut die Fans am meisten. Wir wissen aber, das ist nur eine Momentaufnahme“, meinte St. Pauli-Coach Markus Kaucinski.

Bei den Duisburgern herrschte indes Frust. „Der Standard kostet uns die Punkte“, meinte Trainer Lieberknecht. Sein Kapitän Kevin Wolze ärgerte sich ebenfalls: „Im Spiel nach vorne fehlte die Durchschlagskraft. Dann musst du ein 0:0 nach Hause bringen“, meinte er. Die Duisburger kassierten jedoch die fünfte Niederlage im fünften Heimspiel.

Zwei Wochen nach dem überraschenden MSV-Sieg zu Lieberknechts Premiere beim Tabellenführer 1. FC Köln (2:1) baute der Trainer seine Formation um: Für den am Fuß verletzten Offensivspieler Joseph-Claude Gyau rückte Ahmet Engin in die Startelf, Angreifer John Verhoek ersetzte zudem Stanislav Iljutcenko. Gäste-Coach Markus Kauczinski vertraute dem Team, das vor der Länderspielpause Sandhausen 3:1 bezwungen hatte.

St. Pauli trat selbstbewusst auf und übernahm direkt die Spielkontrolle. Die Hamburger spielten zwar mit präzisen Kombinationen im Mittelfeld, waren im Abschluss allerdings zu harmlos. MSV-Keeper Daniel Mesenhöler parierte einen Schuss von Marvin Knoll aus kurzer Distanz (9. Minute), ehe Knoll einen Freistoß (27.) über das Duisburger Tor zog.

Der MSV vermied das Risiko, nahm stattdessen das Tempo aus dem Spiel und stärkte seine Abwehr. Für etwas Torgefahr sorgte im ersten Abschnitt nur Fabian Schnellhardt mit einem Distanzschuss (16.).

Auch nach der Pause behielten die Gastgeber ihre taktisch auf die Defensive gerichtete Grundordnung. St. Pauli fehlten die spielerischen Ideen, um die mit Leidenschaft verteidigenden Duisburger zu bezwingen. Doch im Anschluss an eine Ecke war Allagui spät erfolgreich. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion