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Wechselte für 20 Millionen Euro nach Berlin: Dodi Lukebakio.

Dodi Lukebakio

Die Rückkehr des Bayernschrecks

Vor einem Jahr hat Dodi Lukebakio Bayern München in eine veritable Krise gestürzt. Jetzt kehrt er zum Ligastart mit seinem neuen Klub Hertha BSC zurück.

Ein gern gesehener Gast ist Dodi Lukebakio in München bestimmt nicht. Zu präsent ist die Erinnerung an den 24. November 2018. Der Dreierpack des Belgiers beim 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf stürzte den FC Bayern München damals in eine tiefe Krise, sogar der Job von Trainer Niko Kovac stand auf dem Spiel. Nun, zum Bundesligaauftakt am Freitag (20.30 Uhr/ZDF), kehrt Lukebakio mit seinem neuen Klub Hertha BSC an die Isar zurück. Dort wissen sie spätestens seit dem Höhepunkt ihrer damaligen Herbstdepression, was auf sie zukommt. „Natürlich ist das ein Spieler, auf den man aufpassen muss in der Konterumschaltsituation. Aber darüber wissen wir Bescheid“, sagte der Münchner Thomas Müller. Lukebakio, den die Berliner in der Sommerpause für den Klubrekord von 20 Millionen Euro vom FC Watford loseisten, erinnert sich gerne an seinen Moment im Rampenlicht. Unter besonderer Beobachtung sieht er sich bei der Rückkehr aber nicht.

„Das ist speziell für mich. Ich will mich nicht unter Druck setzen lassen und werde das Beste aus der Situation machen und werde sehen, was dabei rauskommt“, sagte Lukebakio. Denn dass er am Freitag gleich von Anfang an aufläuft, ist nicht klart. Der neue Hertha-Trainer Ante Covic ließ sich nicht in die Karten schauen, im DFB-Pokal beim VfB Eichstätt (5:1) kam der Rechtsaußen erst von der Bank. In der Startelf stand Routinier Salomon Kalou. Lukebakio, der seit zwei Wochen beim Team ist, muss sich noch eingewöhnen. „Ich bin erst seit Kurzem im Training. Das ist nicht einfach. Ich will bald bei 100 Prozent sein. Darauf liegt der Fokus“, sagte der 21-Jährige, der in den Einheiten „noch mehr machen“ wolle als eine Teamkameraden. Darauf wird auch sein Trainer wert legen, schließlich kommt Lukebakio eine ganz besondere Rolle zu. „Er wird ein Unterschiedsspieler sein“, sagte Covic. Einen solchen brauchen die Berliner nach dem Abgang von Valentino Lazaro zu Inter Mailand ganz dringend.

Das Potenzial dafür hat der U21-Nationalspieler Belgiens sicher, zehn Tore erzielte er in 31 Ligapartien als Leihspieler der Fortuna in der Vorsaison. Die Neuauflage der „Dodi-Show“ von München wollen sie bei der Hertha aber nicht gleich fordern. „Er steht überhaupt nicht unter Druck“, sagte Manager Michael Preetz: „Es schadet aber auch nicht, wenn wir einen Spieler dabei haben, der maximal positive Erinnerungen an den letzten Auftritt in München hat.“ (sid)

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