Leverkusen - Schalke 2:1

Ronaldo kann kommen

Bei Bayer Leverkusen wächst nach vier Siegen aus vier Spielen das Selbstvertrauen – Juventus soll es zu spüren bekommen.

Vier Spiele, vier Siegen: Bei Bayer Leverkusen wächst das Selbstbewusstsein ins Unermessliche. Vor dem Champions-League-Duell mit Juventus Turin am Mittwoch (21 Uhr) hat Peter Bosz den Verbleib in der Königsklasse noch längst nicht abgeschrieben. „Viele sagen, wir haben nur eine kleine Chance. Aber die Chance ist da, und die wollen wir nutzen. Wenn wir gewinnen und Atletico Madrid verliert, sind wir weiter“, sagte der Trainer nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den FC Schalke 04. Ronaldo kann kommen.

Auch Sportchef Rudi Völler ist zuversichtlich, dass gegen den italienischen Rekordmeister um den fünfmaligen Weltfußballer Cristiano Ronaldo ein weiterer Sieg gelingt. „Wir haben einen Lauf. Wir wollen Juventus schlagen und ein tolles Spiel liefern“, sagte der 59-Jährige.

Für diese Chance hatte Bosz gegen Schalke sogar ein wenig rotiert und Lucas Alario den Vorzug vor Leverkusens bestem Torschützen Kevin Volland gegeben. „Da waren einige sicher überrascht“, sagte Völler. Der Argentinier nutzte seine Chance – wie schon häufiger zuvor – und war mit seinen beiden Treffern (15./80.) der Matchwinner. „Ich bin zufrieden mit dem Einsatz von Beginn an und den beiden Toren. Ich habe die Chance, in der Nationalmannschaft zu spielen, da will man im Blickfeld bleiben und spielen“, sagte Alario.

Durch die beiden Treffer des Südamerikaners sind die Leverkusener auch in der Liga im Kampf um die internationalen Plätze wieder gut im Rennen. „Hätten wir in München verloren, wären wir im Niemandsland der Tabelle verschwunden. Jetzt konnten wir den Sieg mit dem Erfolg gegen Schalke vergolden“, sagte Kapitän Lars Bender. Mit 25 Punkten liegt Bayer auf Rang sechs punktgleich mit dem Vierten Schalke – und einen Punkt vor dem FC Bayern. Völler sieht den Rekordmeister damit aber längst noch nicht aus dem Meisterrennen. „Unterschätzt die Bayern nicht. Sie haben eine tolle Mannschaft und werden schon noch ihre Spiele gewinnen.“

Für Bosz war vor allem wichtig, dass seine Mannschaft auch wieder über Zweikampfstärke und Aggressivität zum Erfolg gekommen ist – wie auch schon in der Woche zuvor in München. Als die Schalker nach 0:1-Rückstand in der zweiten Halbzeit stärker wurden, hielt Bayer stark dagegen. „Wir können uns in Spiele reinbeißen und haben gezeigt, dass wir auch auf diese Weise Spiele gewinnen können“, sagte der Trainer.

Lars Bender brachte es auf den Punkt. „In der ersten Halbzeit haben wir Fußball gespielt, in der zweiten Fußball gearbeitet“, befand der Kapitän und lobte vor allem die Mannschaftsleistung. „Wir zeigen derzeit eine ganz gute Geschlossenheit und wir halten dagegen.“

Vielleicht lag es aber auch ein bisschen am neuen Rasen in der Arena. Bosz hatte den durch vier Heimspiele in kurzer Zeit arg ramponierten Untergrund kritisiert. Seit Donnerstag liegt frisches Grün im Stadion – zur Zufriedenheit des Trainers. „Ich habe gesagt, wer gut Fußball spielt, braucht auch einen guten Rasen“. Für das Duell mit Juventus Turin ist alles angerichtet. (dpa)

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