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Danksagung fürs Goldene Tor: Der Mainzer Trainer Bo Svensson gratuliert dem Siegtorschützen Robin Quaison (rechts). dpa
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Danksagung fürs Goldene Tor: Der Mainzer Trainer Bo Svensson gratuliert dem Siegtorschützen Robin Quaison (rechts). dpa

FSV Mainz 05

Robin Quaison: Energiegeber von der Ersatzbank

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Joker Robin Quaison wird für den FSV Mainz 05 beim 1:0 gegen Freiburg zum Matchwinner.

Erst sandte Robin Quaison einige Freudenküsschen gen Himmel, um schließlich noch ein Stoßgebet folgen zu lassen. Der Siegtorschütze des FSV Mainz 05 war mit seiner Freude nach dem Heimspiel gegen den SC Freiburg (1:0) zunächst ganz für sich alleine, ehe die Mitspieler die blondierten Haare des schwedischen Nationalspielers tätschelten, der nach einer Koproduktion von gleich drei Einwechselspielern traf: Kevin Stöger leitete eine Ballstafette ein, nach der Robert Glatzel aus Nahdistanz noch am Torhüter Florian Müller scheiterte, ehe Quaison abstaubte (84.). Drei Joker hatten gemeinsam spät gestochen. „Ich fühle mich unglaublich“, sagte der überglückliche Quaison, 27, der den besten Spielzug des Tages veredelt hatte. „Ich habe mich gefreut, dass ich wieder ein bisschen länger spielen konnte. Für mich war es ein perfekter Tag.“

Abermals profitierten die Rheinhessen bei ihrem Ausrufezeichen im Abstiegskampf von Energiegebern von der Ersatzbank. Für den zuletzt mit einer Knieprellung ausgefallenen und lange auf Formsuche befindlichen Quaison freue ihn das Tor ganz besonders, sagte Trainer Bo Svensson. „Robin hatte keine einfache Saison. Jetzt hat er sich zurückgekämpft und kann bald auch mehr Minuten spielen.“ Der mittlerweile etwas schwerfällig gewordene Mittelstürmer Adam Szalai, 33, hat derzeit vor allem die Aufgabe, die gegnerischen Abwehrspieler aufzureiben, ehe ihn ein frischer Offensivmann ablöst, was diesmal der beste Torschütze der Vorsaison (13 Treffer) tat. Hinter den Impulsen mit den Reservisten steckt also durchaus Methode.

Doch wollte Svensson partout nichts von einem glücklichen Händchen wissen: Mit der Arbeitsteilung belohne er lediglich seine im Übungsbetrieb angeblich sehr fleißigen Fußballer: „Da wäre ich ziemlich blind, wenn ich im Training nicht sehen würde, welche Qualität wir haben. Es war hart, einige Jungs auf die Bank zu setzen. Die, die reingekommen sind, haben geholfen und das ist gut so.“

Der 41-Jährige sprach von einem Sieg, der „ein bisschen glücklich“ gewesen sei, aber er habe nichts gegen „drei schöne Punkte“. Die Nullfünfer werden inzwischen als fünftbestes Rückrundenteam geführt.

Fünf Prozent aggressiver

Die Aufholjagd ist aus Sicht des von Mainz nach Freiburg verliehenen Keepers Müller kein Zufall: „Mainz war fünf Prozent aggressiver. Das war der kleine Unterschied.“ Sportdirektor Martin Schmidt verwies mit einem Augenzwinkern zudem auf die verbesserten äußeren Umstände: „Neuer Rasen rein und schon spielen wir Fußball und gewinnen. Mit jedem Punkt, den wir holen, schüren wir vorne Unsicherheit.“ In Mainz ist der Stimmungsumschwung längst geglückt: Der charismatische Schweizer Schmidt hat es in Zusammenarbeit mit dem bodenständigen Dänen Svensson und dem gebürtigen Mainzer Christian Heidel als Kopf der in höchster Abstiegsnot installierten Führungstroika geschafft, die alten Tugenden wiederzubeleben.

Die Mannschaft verbeißt sich seit einigen Wochen voller Lust und Leidenschaft in ihre Aufgaben und will nun auch am Sonntag bei der TSG Hoffenheim und dann nach der Länderspielpause gegen Arminia Bielefeld (3. April) und beim 1. FC Köln (11. April) fleißig punkten. Dann ist ein zwölftes Erstligajahr in Folge für den einzigen Bundesligisten aus Rheinland-Pfalz keine Utopie mehr.

Passenderweise bildete sich am Samstagnachmittag über der Domstadt ein prächtiger Regenbogen, und in der Arena am Europakreisel plärrte auch wieder die übliche Fastnachtsmusik aus den Lautsprechern: Der selbsternannte Karnevalsverein scheint auf bestem Wege, sich wieder in eine Spaßgesellschaft zu verwandeln, die mit Enthusiasmus die Erfolge erzwingt. Dafür darf der Matchwinner ruhig dem Herrgott danken.

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