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Macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt: die machthungrige Fifa.
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Macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt: die machthungrige Fifa.

KOMMENTAR

RisikogebietFifa

Ärger um Abstellung der Nationalspieler: Die englische Premier League lässt fast 60 Profis nicht reisen, Spaniens La Liga mindestens 25 Spieler - der Weltverband lässt die Muskeln spielen.

Es soll ja Menschen geben, die behaupten, die Fifa sei ein Saustall. Was für ein Unsinn. In einem echten Saustall herrscht natürlich wesentlich mehr Integrität als beim Fußball-Weltverband. In den Disziplinen Scheinheiligkeit, Selbstherrlichkeit, Geldgier und Machtsucht sind die Männer und Frauen (ein paar wenige) aus dem Hauptquartier in Zürich unangefochtener Champion, mit dem aalglatten Gianni Infantino als würdigem Vertreter an der Spitze.

Infantino säuselt gerne von der einenden Kraft des Fußballs und geriert sich dabei selbst als eine Art Weltenheiler, während er sich bei nächster Gelegenheit an Spalter wie Wladimir Putin oder Donald Trump ranwanzt.

Im scheinbaren Interesse des Fußballs suchen Infantino und seine Bande nach immer mehr Möglichkeiten, die eigene Macht auszuweiten. Turniere werden aufgebläht, Turniere werden erfunden, alles, um die Vermarktung in noch höhere Sphären zu treiben und noch mehr Geld in die Blase zu pumpen.

Ärger um Abstellungen

Selten ist das Verhalten der Fifa im Sinne des Sportes und seiner wahren Akteure, das sieht man dieser Tage mal wieder, da ein Streit zwischen dem Verband auf der einen und Klubs und Ligen auf der anderen Seite eskalative Züge annimmt. Es geht um die Abstellung der Profis für die kommenden Qualifikationsspiele zur WM 2022 in Katar. Die Corona-Sonderregel, dass die Klubs dann von der Abstellungspflicht befreit sind, wenn ein Spieler bei seiner Rückkehr mit einer Quarantäne zu rechnen hat, hat sie nämlich wieder rückgängig gemacht. Klartext: Wenn das Land ruft, müssen die Spieler reisen, egal, wie lange sie danach ihren Klubs fehlen.

Doch es regt sich Widerstand. Die englische Premier League lässt fast 60 Profis nicht in Risikogebiete der sogenannten Roten Liste reisen, Spaniens La Liga mindestens 25 Spieler nicht nach Südamerika. Die Begründungen unterscheiden sich. Der englische Verband argumentiert, dass die Reiserückkehrer den gegebenen Corona-Beschlüssen auf der Insel zufolge zehn Tage in Quarantäne müssten und ihren Klubs deshalb in bis zu vier Pflichtspielen fehlen würden. In Spanien stößt man sich derweil vor allem daran, dass die beiden Abstellungsfenster im September und Oktober von jeweils neun auf elf Tage verlängert wurden von der Fifa – „ohne andere Lösungen zu berücksichtigen, die auf dem Forum der Weltligen vorgeschlagen wurden“.

Die Fifa sieht das derweil so: Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause. Wer nicht folgt, wird bestraft. Und wer Einspruch gegen die Strafe einlegen will, kann das tun, auf offiziellem Weg. Über die Beschwerde urteilt dann das oberste Organ des Weltfußballs, unkaputtbar, unverrückbar, unfassbar: die Fifa selbst.

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