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Endlich treffsicher: Schalke-Stürmer Breel Embolo.

FC Schalke 04 - Hannover 96

In die richtige Richtung geholpert

Schalke 04 müht sich auch dank eines umstrittenen Elfmeter zu einem 3:1 gegen Hannover.

Freude bei Mark Uth, kollektive Erleichterung beim FC Schalke 04. „Endlich habe ich getroffen. Ich freue mich, dass ich endlich etwas zurückgeben konnte“, sagte Uth nach seinem lang ersehnten ersten Pflichtspieltreffer im Schalker Dress. Mit dem Treffer in der 85. Minute zum 3:1 (0:0) gegen Hannover 96 beendete der 27 Jahre alte Nationalstürmer seine schier endlose Torflaute und verneigte sich danach vor den treuen Anhängern in der Nordkurve: „Die Fans waren sehr geduldig mit mir und dafür bin ich sehr dankbar.“

Zuletzt hatte Uth in der Fußball-Bundesliga für Hoffenheim getroffen. Nach seinem Wechsel ins Revier blieb Uth in 13 Pflichtspielen ohne Erfolg, sieht man einmal vom entscheidenden Strafstoß im Elfmeterschießen beim Pokalsieg in Köln am vergangenen Mittwoch ab. „Es hat lange gedauert – zu lange auf jeden Fall“, gab er zu. „Aber Geduld zahlt sich irgendwann aus.“

Nicht nur Uth hatte viel Kritik einstecken müssen, auch Breel Embolo stand wegen zahlreicher ausgelassener Chancen zuletzt im Fokus. Nun steuerte der Schweizer nach Nabil Bentalebs verwandeltem Elfmeter (57.) das wichtige 2:1 (71.) bei, Sekunden nach Hendrik Weydandts Ausgleich für Hannover (70.). „Wir haben viel zu schnell das 1:2 bekommen. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben in Form von Punkten“, sagte 96-Trainer Andre Breitenreiter, dessen Team mit nur sechs Zählern nach elf Spielen in der Abstiegszone feststeckt.

Zudem haderten die Niedersachsen mit dem Elfmeterpfiff, als Torhüter Philipp Tschauner Uth im Strafraum zu Fall gebracht haben soll. „Ich habe das Gefühl, dass nach zwei strittigen Situationen nur darauf gewartet wurde, dass etwas gegen uns gepfiffen wird“, sprach der 96-Keeper an seinem verpatzen 33. Geburtstag von einer Konzessionsentscheidung.

An zwei diskussionswürdigen Situationen zuvor war ebenfalls Uth beteiligt. Referee Markus Schmidt hatte bei einem Zweikampf zwischen ihm und Josip Elez (31.) zunächst auf Strafstoß für Schalke erkannt, nach Intervention des Videoassistenten die Entscheidung aber korrigiert. Auch die Nichtanerkennung eines Uth-Treffers (20.) wegen Abseits zum vermeintlichen 1:0 für Schalke war knapp.

Am Ende wurde Uths Einsatz belohnt, auch Embolo bekam ein Extralob von Trainer Domenico Tedesco. „Ich freue mich für beide, weil sie zuletzt Kritik einstecken mussten.“ Und Sportvorstand Christian Heidel meinte nach dem höchsten Saisonsieg: „Mark findet immer besser ins Spiel. Er hatte sehr gute Szenen.“

Riesige Chance in Istanbul

Drei eigene Treffer in einem Bundesligaspiel konnten die Knappen, die zuvor in zehn Spielen nur fünfmal trafen, zuletzt im Dezember 2017 beim 3:2 gegen Augsburg bejubeln. Insofern werteten die Schalker trotz unübersehbarer spielerischer Mängel die Partie als weiteren Schritt nach vorn. „Der Knoten ist geplatzt. Endlich!“, kommentierte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies.

Mit zehn Punkten finden die Königsblauen Anschluss an das Mittelfeld. Nicht nur Tedesco glaubt, dass sich die nach den fünf Niederlagen zum Saisonstart spürbare Verkrampfung allmählich löst. „Wir haben jetzt nur eins der letzten acht Spiele verloren“, betonte Heidel. „Wir sind auf einem ganz guten Weg.“ Der soll bereits am Dienstag (21 Uhr) im Champions-League-Spiel gegen Galatasaray Istanbul fortgesetzt werden. „Da haben wir eine riesige Chance, uns die Voraussetzungen für das Achtelfinale zu schaffen.“ (dpa)

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