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Richtige Reaktion

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Von: Stefan Fritschi

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FSV Frankfurt zeigt sich beim 3:1 (2:0)-Erfolg über Hessen Kassel gut erholt vom 0:7 beim FC Homburg.

Niedergeschlagenheit vor einer Woche im Homburger Waldstadion, nun Ausgelassenheit am Bornheimer Hang: Der FSV Frankfurt hat binnen weniger Tage zwei Gesichter gezeigt. Mussten sich Fans und Sympathisanten des Traditionsclubs nach dem 0:7 beim FC Homburg große Sorgen machen, ob die Mannschaft überhaupt das Format hat, in der Fußball-Regionalliga Südwest zu bestehen, traten sie nach dem ziemlich überzeugenden 3:1 (2:0)-Erfolg über Hessen Kassel entspannt den Heimweg an.

Auch Neuzugang Jihad Boutakhrit war deutlich anzumerken, dass seelischer Ballast gewichen ist. „Wir haben genau die richtige Reaktion, nämlich mehr Einsatz gezeigt“, so der 22-Jährige. Und der Stürmer hatte großen Anteil daran, dass der FSV wieder in die Erfolgsspur fand.

Bei einem Konter ließ er zwei Gegenspieler aussteigen und traf aus 17 Metern präzise ins Eck zur Führung (27.). Kurz darauf bereitete der Deutsch-Marokkaner mit feinem Dribbling und butterweicher Flanke das 2:0 vor, Cas Peters brauchte nur noch einzunicken. Magische zwei Minuten des jungen Mannes. „Es ist kaum in Worte zu fassen“, konstatierte Boutakhrit. Schön sei es jedenfalls, nach langer Zeit wieder mal ein Tor geschossen zu haben. In der vergangenen Saison hatte er in 24 Einsätzen für den Ligakonkurrenten TSG Hoffenheim II überhaupt keines erzielt, im Mai 2021 traf er zuletzt beim 2:2 bei Rot-Weiß Koblenz.

Innerlich wohl aufgewühlt, aber nach außen betont ruhig zeigte sich Trainer Tim Görner nach dem Abpfiff. „Wir waren über 90 Minuten komplett griffig, lauffreudig und sehr aggressiv“, sagte er. Und schob hinterher: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“

Diese Aussage mussten sich die Frankfurter freilich erst mal verdienen, dann verzückte Boutakhrit den zuletzt leidgeprüften FSV-Anhang. Mit einem abgefälschten 20-Meter-Schuss setzte Manuel Reutter noch einen drauf (55.), ehe Serkan Durna zum 3:1 traf (56.) – da patzte die FSV-Dreierkette. Leon Müller (58.), Giorgio Del Vecchio (87./Gröteke reagierte überragend) und Peters (90.+3) hätten das Resultat ausbauen können,

Trotz des gelungenen Auftritts wäre Überschwang am Hang alles andere als angebracht. Der KSV Hessen agierte insgesamt zu druck- und harmlos und wird es schwer haben, sich in dieser Verfassung aus der Abstiegszone zu befreien.

Am Sonntag folgt die kurze Fahrt an die andere Seite des Mains. Am letzten Spieltag 2021/22 hatte es bei den Offenbacher Kickers eine 0:4-Niederlage gegeben.

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