Meisterschaft

Reus träumt weiter

BVB-Star glaubt an die Meisterschaft.

Marco Reus schaltete auch im Urlaub in den Angriffsmodus. Der Kapitän von Vizemeister Borussia Dortmund verbrachte die freien Tage nicht nur mit seiner Familie, auf Ibiza war auch Physiotherapeut Thomas Zetzmann mit dabei. Schwitzen fürs erneute Comeback lautete das Motto. Denn seinen Meistertraum mit dem BVB hat Reus noch lange nicht aufgegeben.

„Ich glaube, es fehlt uns nur wenig“, sagte der 31-Jährige nicht unerwartet im Vereins-TV: „Seit Lucien Favre gekommen ist, denke ich schon, dass wir die Stabilität für eine ganze Saison haben. Es hat zwar noch nicht für den ganz großen Coup gereicht, aber man kann sehen, dass wir näher rankommen.“

Für den Angriff auf Serienmeister Bayern München wäre Reus ein wichtiger Baustein - wenn er denn mal gesund wäre. Bis zu seinem Sehnenanriss im Oberschenkel Anfang Februar erzielte der Nationalspieler in 19 Ligaspielen elf Tore, er gab sechs Vorlagen. Seitdem schuftet der so verletzungsanfällige Reus für seine Rückkehr, dabei erlitt er aber immer wieder Rückschläge.

Ob er beim Auftakt der Vorbereitung am Donnerstag wieder voll mitmischen kann, ist offen. Spätestens beim traditionellen Trainingslager in Bad Ragaz/Schweiz (10. bis 17. August) will der Kapitän aber an Bord sein, denn die Konkurrenz ist groß. Im von Favre favorisierten 3-4-3-System kämpft Reus in der Offensive mit Erling Haaland, Thorgan Hazard, Jadon Sancho, Julian Brandt und Giovanni Reyna um drei Stellen. Das werde „für uns alle ein schöner, interner Kampf um die Plätze, wenn ich zurückkomme“, findet Reus.

Das wünscht sich auch Favre. „Die Hoffnung ist da, dass er zu Beginn der neuen Saison fit ist“, sagte der Schweizer Coach zuletzt. Favre weiß um die Bedeutung seiner Nummer 11. Unter seiner Regie war Reus in 46 Ligaspielen an 45 Treffern beteiligt.

Zudem ist Reus als Führungsspieler kaum zu ersetzen. Verbal gab er in der Sommerpause schon einmal die Richtung vor. Sein großes Ziel sei es „natürlich immer noch, mit dem BVB Meister zu werden. Das treibt mich an“, betonte der gebürtige Dortmunder. Dafür müsse man „im Prinzip eine perfekte Saison spielen“ und es nach Möglichkeit vermeiden, große Punktevorsprünge wie in der Vergangenheit zu verspielen.

Für den großen Coup forderte Reus mehr „Kontinuität“. Die Münchner „gewinnen jetzt auch nicht immer 4:0, 5:0, aber sie gewinnen auch knappe Spiele.“ Dem BVB gelingt das zu selten. (sid)

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