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DFB-Präsident Grindel wollte irgendwann nichts mehr sagen.

DFB-Präsident verlässt Raum

Reinhard Grindel bricht Interview ab

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DFB-Präsident Reinhard Grindel reagiert dünnhäutig auf Nachfragen zur umstrittenen Global Nations League.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat im Interview mit der Deutschen Welle vor seinem Abflug zur Fifa-Sitzung nach Miami dünnhäutig auf Nachfragen zur umstrittenen Global Nations League reagiert. Der 57-Jährige, der am Freitag im 37-köpfigen Fifa-Council mit über die Zukunft des Fußballs abstimmt, hatte zunächst ausführlich auf Fragen zu einer geplanten Reform der Klub-WM geantwortet, wurde dann aber zusehends ungehaltener, als Reporter Florian Bauer hartnäckig zum Thema der von Fifa-Präsident Gianni Infantino vorangetriebenen weltweiten Nationen Liga für Nationalmannschaften nachfragte.

Bauer: „Sie rechnen also nicht damit, dass eine solche Liga in den nächsten Jahren kommt?“ - Grindel: „Das kann ich nicht sagen, es wird jedenfalls nicht darüber abgestimmt am Freitag. Und auch nicht auf absehbare Zeit.“

Bauer: „Wäre eine globale Nations League nicht lukrativ für den DFB?“ - Grindel: „Das kann man nicht beurteilen, weil man die wirtschaftlichen Grundlagen gar nicht kennt.“

Bauer: „Die Fifa hat diese Grundlagen also bisher in keiner Weise benannt? - Grindel: „Nein.“

Bauer: „Es geht ja bei beiden Wettbewerben um insgesamt 25 Milliarden US-Dollar.“- Grindel: „Herr Bauer, das bringt doch jetzt nichts. Sie versuchen mir immer eine Bemerkung in den Mund zu schieben, mit der Sie was machen können, und ich weiche Ihnen seit zehn Minuten aus. Jetzt machen Sie doch vernünftige Fragen, auf die ich vernünftig antworten kann.“ ... „Aber Herr Grindel, ich frage doch offen“ ... „Nein, Sie fragen nicht offen, Sie versuchen mir irgendwas in die Schuhe zu schieben ...“ Kurz darauf heftete sich Grindel das Mikrofon vom Jackett („Herr Bauer, komm, wir lassen es“) und verließ den Raum.

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