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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.
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Wortführer: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Kommentar

Reform? Nein danke!

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Es geht ums liebe (Fernseh)-Geld: Es ist zu befürchten, dass sich bis 2025 nichts tut, was auf mehr Chancengleichheit hindeutet. Im Gegenteil. Der Kommentar.

Am 6. Dezember ist es immer noch recht einfach: Knecht Ruprecht geht dem Nikolaus zur Hand, um die Geschenke zu verteilen. Was aber tun, wenn der Gabentisch nicht mehr so reich gedeckt ist? Am Montag präsentiert das neunköpfige Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL) auf der Mitgliederversammlung den Verteilungsschlüssel der Fernsehgelder. Das Problem: Erstmals schrumpft der Kuchen. Es geht um umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro ab der Saison 2021/2022. Insgesamt steht den Klubs rund 200 Millionen pro Spielzeit weniger zur Verfügung als vorher. Und das in Zeiten, wo die Pandemie ohnehin Totalverluste bei den Zuschauereinnahmen und Abstriche Sponsoringerlösen erzwingt.

Es zeichnet sich ab: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und seine Kollegen haben es nicht so mit Veränderungen bei dieser wichtigsten Stellschraube - ungeachtet aller Ankündigungen zu Beginn der Corona-Krise. Vor der Zusammenkunft in einem Hotel an der Frankfurter Messe verdichten sich die Indizien, dass am Status quo nicht gerüttelt wird.

Nicht nur in München oder Dortmund, sondern auch in Mönchengladbach, Frankfurt oder Freiburg besteht eine gewisse Übereinkunft, dass sich Tabellenplätze im wahrsten Sinne des Wortes lohnen sollen. Steffen Schneekloth vom Zweitliga-Überraschungsteam Holstein Kiel gab den Trend vor, als sich der bodenständige Norddeutsche gegen eine „revolutionäre Umverteilung“ aussprach.

Zuvor hatte Karl-Heinz Rummenigge einmal die Rute ausgeholt: Wie ungehörige Kinder bestrafte der Vorstandsvorsitzende vom Branchenprimus FC Bayern mit einer vom ihm einberufenen Veranstaltung am Frankfurter Flughafen jene 14 aufmüpfigen Klubs, die es gewagt hatten, eine aus ihrer Sicht gerechtere Verteilung der Medienerlöse anzustreben. In Mainz hatten die Fans deshalb zuletzt ein Banner gespannt: „Wer ein Reförmchen wagt, wird systematisch abgestraft.“ In München tauchten zuletzt Plakate auf, die Rummenigge mit roten Zöpfen von Pippi Langstrumpf zeigten. Dazu der Spruch: „Ich verteil‘ das Fernsehgeld, wie es mir gefällt.“

Mit Argusaugen schauen auf die Entscheidung jene sechs Fanvertreter, die von der DFL für die „Taskforce Zukunft Profifußball“ nominiert worden sind. Sie wollen aus der Verteilung der TV-Gelder die Reformbereitschaft ableiten. Es ist zu befürchten, dass sich bis 2025 nichts tut, was auf mehr Chancengleichheit hindeutet. Im Gegenteil.

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