Bundesliga

Pure Vorfreude

Bundestrainerin begrüßt Re-Start der Frauen-Bundesliga.

Martina Voss-Tecklenburg fährt am Vereinsgelände des SV Straelen mit der Vespa vor. Ausbremsen lässt sich die energiegeladene Bundestrainerin auch in Zeiten der Coronakrise nicht. Doch ihr sehnsüchtiger Blick auf das saftige Grün der Anlage des Oberliga-Klubs nahe der niederländischen Grenze verrät: Ihr fehlt der normale Arbeitsalltag.

Nun aber kommt ab Freitag der Re-Start für die Frauen-Bundesliga. Das Hygienekonzept steht. Die zwölf Klubs stimmten bei nur einer Enthlatung mit großer Mehrheit für eine Saisonfortsetzung. Den Anfang macht am Freitag der Meisterschaftsfavorit VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln (14 Uhr), dann folgt der 1. FFC Frankfurt gegen den SC Sand (19.15 Uhr/Eurosport).

„Unsagbar toll“ ist es aus Sicht der Bundestrainerin, wenn nach den Männern in Bundesliga und 2. Bundesliga jetzt auch die Fußballerinnen in den Spielbetrieb zurückkehren. Denn: „Wenn die Saison abgebrochen wird, dann haben wir im Worst Case fünf, sechs Monate, in denen die Spielerinnen keinen Wettkampfmodus hatten.“ Dazu kämen bis zu möglichen Länderspielen im Herbst Defizite durch die lange eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten.

Der deutsche Fußball setzt inmitten der beinahe weltweiten Sport-Zwangspause ein weiteres Signal. Der Restart zeige „auch eine gewisse Stärke der Liga“, betont Voss-Tecklenburg. Europaweit ist es überhaupt die erste Frauen-Spielklasse, in der wieder der Ball rollt.

Dass aufgrund der Pandemie jedoch nur Spiele ohne Publikum möglich sind, macht der 125-maligen Nationalspielerin zu schaffen. Die Spiele der Männer-Bundesligen vor leeren Rängen seien vor dem TV „ganz komisch“ für sie gewesen: „Ich muss wohl erst lernen, mir Geisterspiele auch mit einer gewissen Begeisterung anschauen zu können.“ (sid/FR)

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