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In Mainz hat sich Eugen Polanski etabliert.
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In Mainz hat sich Eugen Polanski etabliert.

EM 2012

Polanski gibt Vollgas für Polen

Vor wenigen Jahren führte Eugen Polanski noch die deutsche U21-Nationalmannschaft als Kapitän aufs Feld. Nun hofft der Profi des FSV Mainz auf EM-Einsätze für sein Geburtsland Polen.

Von Jan Christian Müller

Die Sonne soll Kraft geben. Seit ein paar Tagen weilt der Mainzer Mittelfeldspieler Eugen Polanski mit der polnischen Nationalmannschaft im Familien-Trainingslager im türkischen Belek. Die Polen halten es ganz genauso wie die Deutschen: eine Woche zum Herunterfahren von Körper und Geist ans Meer, wahlweise mit Frau und Kindern, ehe ein anstrengendes zweiwöchiges Trainingslager (im österreichischen Lienz) folgt.

In die Türkei hat Polanski nur seine Frau Karolina mitgenommen, die beiden Söhne im Grundschul- und Kindergartenalter blieben bei der Schwester. Der Vater will sich nicht ablenken lassen bei seiner Mission Europameister.

Polanski galt als Ausnahmetalent

Eugen Polanski ist im polnischen Sosnowiec geboren. Als er drei Jahre alt war, zogen die Eltern nach Viersen, polnisch spricht der 26-Jährige leidlich, „aber nicht so gut wie deutsch“.

Erst im vergangenen August absolvierte der defensive Mittelfeldspieler sein erstes Länderspiel für Polen. Als ehemaliger Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft war er zunächst auf eine Karriere im DFB fixiert. Er galt als Ausnahmetalent, schaffte aber den Sprung ins A-Team nicht und wurde auch von Borussia Mönchengladbach nach Getafe abgeschoben, ehe Mainz ihn verpflichtete.

Dass er sich dann erst spät für Polen entschied, sorgte für entsprechende Kritik in den polnischen Medien. Die Aufregung habe sich längst gelegt, berichtet der inzwischen fünfmalige polnische Nationalspieler: „Zuletzt war in diese Richtung praktisch nichts mehr zu lesen.“ Er sei „stolz, für Polen zu spielen“.

Extraschichten für die EM

Die späte Nationalmannschaftskarriere bedeutete dann aber erst einmal mehr Arbeit: „Statt einer regenerativen Trainingswoche Vollgas für Polen, da musste ich mich umstellen.“ Vollgas will Polanski auch bei der EM geben. Der mit beiden Füßen fast gleich starke Aufräumarbeiter vor den Strafräumen kennt die Erwartungen im Herkunftsland: „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir in der Gruppe scheitern. Wir haben da auch Druck.“ Polanski sieht aber durchaus „Chancen, wenn wir uns voll reinwerfen“.

An der nötigen Physis sollte es dabei nicht mangeln. „Es geht sehr professionell zu bei uns.“ Die Polen haben nach deutschem Vorbild Fitnesstrainer aus den USA engagiert.

Polanski selbst hat sich mit Extraschichten beim Mainzer Athletiktrainer Rainer Schrey vorbereitet und hofft, sich unter dem erfahrenen Trainer Franciszek Smuda einen Stammplatz erkämpfen zu können. „Smuda weiß, worauf es ankommt bei einer EM“, sagt Polanski und verspricht: „Wenn wir Europameister werden sollten, werde ich drei Tage lang feiern und dann direkt ins Training bei Mainz 05 kommen.“

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