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Schon viermal in dieser Saison treffsicher, unter anderem doppelt gegen den HSV: der Darmstädter Stürmer Phillip Tietz (links).
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Schon viermal in dieser Saison treffsicher, unter anderem doppelt gegen den HSV: der Darmstädter Stürmer Phillip Tietz (links).

Darmstadt 98

Phillip Tietz von Darmstadt 98: Der Unruhestifter

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Angreifer Phillip Tietz ist beim SV Darmstadt 98 obenauf - die Grundlage legt er vor der Haustür seines Trainers. Nun geht es gegen Hannover 96.

Phillip Tietz ist gerade rechtzeitig in Topform gekommen, jetzt da er am Samstagmittag (13.30 Uhr) ausgerechnet auf den von ihm so ungeliebten Kontrahenten aus Hannover trifft. Nein, die Sechsundneunziger, die mochte er noch nie, nicht als kleiner Junge, nicht als angehender Fußballprofi, auch nicht heute als Spieler des Fußballzweitligisten SV Darmstadt 98. Das gestattet ihm seine Historie nicht.

Phillip Tietz, 24, ist geboren im Dörfchen Schwülper bei Braunschweig, dort dominiert seit jeher die Eintracht. Selbstverständlich, einige versprenkelte Sympathisanten des niedersächsischen Landeshauptstadtklubs gibt’s auch, die meisten aber, die es mit dem Fußball halten, gehen lieber zur Eintracht. So auch Phillip Tietz. Noch heute schlage sein Herz „blau-gelb“, sagt der Angreifer. In der Jugend schloss er sich den Braunschweigern an und wurde dort zum Profi gemacht - von Torsten Lieberknecht, seinem jetzigen Trainer in Darmstadt und noch so einem Ur-Braunschweiger.

„Ich war im Urlaub und als ich die Nachricht von seiner Verpflichtung bekommen habe, war es ein Hammergefühl“, erzählt Tietz, der auch ohne den recht kurzfristigen Trainerwechsel von Markus Anfang zu Torsten Lieberknecht ans Böllenfalltor nach Darmstadt gewechselt wäre. So aber ist es noch besser.

Das Besondere: Familie Tietz und Familie Lieberknecht waren Nachbarn, damals, als der kleine Phillip in Schwülper mit seinem Herrn Papa noch auf der Straße kickte. „Der Vater hat Pylonen aufgestellt und Phillip hat dann auf dem Asphalt seine Dribblings angesetzt“, erinnert sich Torsten Lieberknecht.

Philipp Tietz von Darmstadt 98: „Kacksituation“ gemeistert

Nun darf und wird sich der von Drittligist SV Wehen Wiesbaden zu den Lilien gewechselte Angreifer sicher keine Sonderbehandlung des Trainers erhoffen, die Leistung muss stimmen. Bisher gibt es jedoch wenig Sorge, dass das nicht der Fall sein könnte. Zuletzt beim 2:2 in Hamburg erzielte Tietz beide Darmstädter Buden, er war der beste Mann seiner Mannschaft, die insgesamt einen sehr guten Tag erwischte.

Das Fachmagazin „Kicker“ zeichnete den Lilien-Profi gar als „Spieler des Spieltags“ aus. Tietz traf nicht nur doppelt, er war auch ein stetiger Unruhestifter in der HSV-Abwehr, er rackerte nach hinten und legte den Kollegen einige Chancen auf. Die Abstimmung mit Sturmpartner Luca Pfeiffer scheint mehr und mehr zu passen, was freilich auch enorm wichtig ist für den SVD, muss schließlich der Abgang der langjährigen Lebensversicherung, von Angreifer Serdar Dursun, im Kollektiv aufgefangen werden.

Bisher sticht Tietz heraus. Er führt mit vier Treffern die Torjägerliste gemeinsam mit Simon Terodde (Schalke 04) an. Nach dem missratenen Saisonstart (sieben Corona-Fälle und etliche weitere Spieler in Quarantäne) wähnt der Angreifer sein Team nun auf dem richtigen Weg. „Vor einigen Wochen hatten wir eine Kacksituation, das hat uns extrem zusammengeschweißt. Man darf sich nicht selbst runterziehen, dann kommt das schon alles.“

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