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Perfekte Woche für Mainz 05

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Von: Jan Christian Müller

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In Topform: der Mainzer Karim Onisiwo (li.)
In Topform: der Mainzer Karim Onisiwo (li.) © dpa

Dank des 5:0-Sieges am Freitagabend gegen den 1. FC Köln klettert der FSV Mainz 05 von Platz elf auf sechs.

Die Fußballprofis von Mainz 05 haben am Wochenende frei bekommen. Sie hatten sich das verdient mit einem 5:0-Sieg gegen den 1. FC Köln, der sie am Freitagabend von Rang elf zunächst auf Platz drei der Bundesligatabelle hochhievte. Durch die Spiele vom Wochenende ging es dann zwar wieder runter auf den sechsten Platz - und doch hat der Kantersieg gegen früh durch Luca Kilians Gelb-Rote Karte dezimierte Domstädter dafür gesorgt, dass die Nullfünfer binnen eines einzigen elften Spieltags Hoffenheim, Leipzig, Mönchengladbach, Bremen und Gegner Köln überholt haben. Das ist aller Ehren wert, wenngleich am kommenden Samstag die nahezu unlösbare Aufgabe beim FC Bayern bevorsteht. Klingt verdächtig nach Achterbahn für Mainz 05.

Gegen den FC - der somit binnen zwei Auswärtsspielen schmerzliche zehn Gegentore kassierte - machten die Rheinhessen alles richtig, zwei Tore wurden ihnen sogar berechtigterweise durch den Videobeweis wieder genommen. Herausragender Akteur war nicht zum ersten Mal der Österreicher Karim Onisiwo, der mit seinen Tiefenläufen den Strafstoß zum 1:0 herausholte, für Kilians Herausstellung sorgte, selbst einmal vorlegte und einmal traf.

Hinterher gab sich der in der Regel zurückhaltend kommunizierende Angreifer auffällig selbstbewusst: „Mit dieser Mannschaft ist vieles möglich. Wir müssen uns nicht kleiner machen, als wir sind und können nach oben schauen.“ Ähnlich argumentierte Mittelfeldspieler Dominik Kohr, der Torschütze zum 2:0: „Wir fühlen uns als Team gefestigt.“

Nach holprigem Saisonstart, der dennoch erstaunlich viele Punkte einbrachte, überzeugte Mainz auf ganzer Linie. „Die Mannschaft hat zurückgefunden zu den Tugenden, zu dem, was wir brauchen, um Bundesliga zu spielen“, lobte der Mainzer Trainer Bo Svensson nach einer perfekten Woche: erst ein Auswärtssieg in Bremen, dann einer im Pokal in Lübeck, jetzt der Erfolg gegen Köln.

Das Ganze begleitet von genau null Gegentoren mit einer spielstarken und handlungsschnellen Dreierabwehrkette, die vor Saisonbeginn so niemand als Stammdefensive erwartet hätte: der zuvor mehrfach aussortierte Schweizer Edimilson Fernandes rechts, der früher immer wieder zu Nachlässigkeiten neigende Alexander Hack in der Mitte und der beidfüßige und technisch versierte Franzose Anthony Caci links. Was bedeutet, dass Routinier Stefan Bell gerade nicht zu ersten Mainzer Elf gehört, derweil sich der aus Bochum verpflichtete Maxim Leitsch hoffentlich bald von seiner körperlichen und mentalen Erschöpfung erholt.

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