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Soooo viele Titel hat er schon gewonnen: Pep Guardiola, Meistertrainer von Manchester City.
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Soooo viele Titel hat er schon gewonnen: Pep Guardiola, Meistertrainer von Manchester City.

Premier League

Pep, die Spannungsklemme

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Die englische Premier League brüstete sich immer damit, die beste Fußballliga der Welt zu sein – und die aufregendste. Doch Pep Guardiola bringt das Geschäftsmodell in Gefahr. Ein Kommentar.

Längst haben sie auf der Insel dem Trainer Pep Guardiola alle möglichen Kränze geflochten, als Genius gelobt, als klügsten Kopf an der Seitenlinie geadelt, und tatsächlich gebührt der dritte Meistertitel binnen vier Jahren von Manchester City, kampflos an diesem Dienstag auf der Couch errungen, der fußballerisch besten Mannschaft Englands, die zuletzt 20 Siege in 23 Spielen errang, die so gut mit dem Ball umgeht, dass sie den Gegner oft nicht mitspielen lässt.

ManCity ist eine echte Pep-Mannschaft, die jene Tugenden verkörpert, die Guardiola sehen will: Ballbesitz, brillante Technik. Tempo, gnadenlos frühes Attackieren, kein Mittelstürmer. Selbst wenn es anfangs hakte - Mitte Dezember rangierten die Hellblauen auf Platz neun, so grübelt der 50 Jahre alt Spanier so lange nach, bis die richtige Formel gefunden war. Hinter Sir Alex Ferguson (13) ist er mit neun nationalen Meistertiteln ohnehin erfolgreichster Coach in Europa.

Erfolg hat seinen Preis: Rund zwei Milliarden Euro hat der seit 2008 als Besitzer auftretende Scheich Mansour bin Zayed al-Nahyan aus Abu Dhabi in den vormaligen Mittelklasseklub gepumpt, ewig im Schatten des Stadtrivalen United stehend, ein Investment, das sich längst auszahlte, und das selbst alle halbgaren Bemühungen der Fifa um Financial Fair Play locker mit ein paar winkeladvokatischen Tricks aushebelte: Zu einer zweijährigen Sperre für Europacupspiele und 30Millionen Euro war der Klub verdonnert worden - doch der internationalen Sportgerichtshof kassierte das Urteil. Am 29. Mai kann City im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea den nächsten Pott abgreifen.

Auf der Insel beobachtet man die Entwicklung an der Spitze indes mit Sorge. Der Anspruch der Premier League ist: Die besten Spieler werden in der besten Liga von den besten Trainern trainiert und liefern beste Unterhaltung und Spannung. Die aber geht verloren. Drei City-Titel binnen vier Jahren verwässern die Liga. Normalerweise ist offen, ob Manchester United, FC Liverpool oder Chelsea den Titel holen. Ein Phänomen, das in anderen europäischen Ligen Alltag ist: Bayern ist zum neunten Mal in Folge Meister, Juventus hat in den vergangen zehn Jahren neun Titel geholt, in 16 Jahren gab es in Spanien nur einmal einen Meister, der nicht Real oder Barca hieß.

Das ist die Krux: Wenn die Allerbesten in einem Klub konzentriert sind, gewinnt der halt am häufigsten. Meistens zumindest.

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