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In bestechender Form: Kingsley Coman (links) macht zwei Tore für Frankreich.

Frankreich - Albanien

Peinliche Pannen

Ehe der Franzose Kingsley Coman aufdreht, gibt es Ärger wegen einer falschen Hymne.

Der falschen Hymne folgten Loblieder auf den Matchwinner: Bayern-Profi Kingsley Coman zeigte sich beim 4:1-Sieg von Weltmeister Frankreich gegen Albanien wesentlich besser in Form als die Organisatoren. Mit zwei Toren avancierte der Offensivspieler vom Rekordmeister aus München am Samstag zum gefeierten Mann eines sportlich gelungenen Fußball-Abends, der mit Misstönen begonnen hatte.

Denn vor dem Anpfiff gab es statt der Nationalhymne Albaniens die von Andorra – dem nächsten Gegner der Franzosen am Dienstag. Und damit nicht genug: Dem musikalischen Fauxpas folgte gleich noch ein verbaler, als der Stadionsprecher nach einer Entschuldigung die Zuschauer in Paris dazu aufforderte, „die Nationalhymne von Armenien zu respektieren“.

Auf Intervention der irritierten und verärgerten Gäste wurde schließlich doch noch die richtige Hymne gespielt und die Partie fast zehn Minuten später angepfiffen. „Das ist etwas, das nicht passieren sollte, aber leider passiert ist“, kommentierte Frankreichs Trainer Didier Deschamps die peinliche Panne. Als es endlich losging, drehte Coman auf und schnürte in seinem 18. Länderspiel den ersten Doppelpack (8./68. Minute). „Er hat ein großes Spiel gemacht“, lobte Deschamps. „Es ist schön, ihn auf diesem Niveau zu sehen.“

Coman, der bei seiner Auswechslung in der Schlussphase mit Sprechchören gefeiert wurde, blieb bescheiden: „Ich bin Profi und weiß, dass es nur ein Spiel war. Gut, wenn es gut gelaufen ist, aber am Dienstag gibt es schon das nächste Spiel.“

Die weiteren Tore für den Weltmeister, bei dem auch die anderen Bayern-Legionäre Benjamin Pavard, Lucas Hernandez und Corentin Tolisso in der Startelf standen, steuerten Olivier Giroud (27.) und Jonathan Ikoné (85.) bei. Mit zwölf Zählern führt Frankreich die Tabelle der Gruppe H vor den punktgleichen Rivalen Türkei (1:0 gegen Andorra) und Island (3:0 gegen Moldau) an.

Auf Kurs EM 2020 befindet sich auch Titelverteidiger Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo. Nach dem Fehlstart mit zwei Unentschieden feierte das Team von Trainer Fernando Santos beim 4:2 (1:0) in Serbien den ersten Qualifikationssieg und schob sich in der Gruppe B mit fünf Punkten auf Rang zwei hinter Spitzenreiter Ukraine (13), der in Litauen mit 3:0 gewann. William Carvalho (42. Minute), Gonçalo Guedes (58.), Ronaldo (80.) und Bernardo Silva (86.) machten den Erfolg der Portugiesen in Belgrad perfekt.

Mit seinem zweiten Dreierpack im 40. Länderspiel führte Harry Kane England zum ungefährdeten 4:0-Sieg gegen Bulgarien. „Ich bin begeistert von seiner Mentalität“, lobte Teamchef Gareth Southgate den Topstürmer vom Champions-League-Finalisten Tottenham Hotspur. „Er ist ein selbstloser Spieler, aber wenn sein Moment kommt, hat er einen Top-Abschluss.“

Kane traf in der 24. Minute nach einem Torwartpatzer sowie in der 50. und 73. Minute jeweils vom Elfmeterpunkt. Raheem Sterling (55.) steuerte den vierten Treffer bei.

Mit neun Punkten behaupteten die Three Lions ihre Tabellenführung in der Gruppe A vor dem Kosovo (acht Zähler). Das Überraschungsteam feierte einen 2:1-Sieg gegen Tschechien und fordert am Dienstag den Favoriten heraus. (dpa)

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