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Löchrige Pariser: So fällt der Siegtreffer für Manchester City.
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Löchrige Pariser: So fällt der Siegtreffer für Manchester City.

Niederlage in der Champions League

Pariser Pfauen

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Paris Saint-Germain spielt eine Halbzeit lang brillant gegen Manchester City - und kollabiert dann, weil die Stars in überwunden geglaubte Verhaltensmuster zurückfallen. Ein Kommentar.

Vor Jahren, als Neymar Junior noch in Brasilien beim FC Santos Fußball spielte, hat er sich, lag sein Team zurück, oft irgendwo auf dem Feld den Ball geschnappt und ist losgedribbelt. Egal, wie viele Gegenspieler sich ihm in den Weg stellten, er dribbelte los. Mit dem Kopf durch die Wand wollte er ganz allein gewinnen. Oft genug hat das geklappt, weil er schon da, mit 18, 19 Lenzen, der viel, viel bessere Fußballer war. Manchmal aber auch nicht: Dann lebte ein zorniges Kind in bunten Fußballschuhen seinen Frust über einen miesen Spielverlauf in sinnfreien Soloauftritten aus.

Neymar: Das zornige, bockige Kind ist zurück

Am Mittwochabend im Parc des Princes war es wieder zurück, das zornige, verwöhnte Kind, inzwischen 29 Jahre, steinreich, immer noch bockig.

Nach dem Murmeltor zeigt PSG das „zweite Gesicht“

Nichts lief mehr zusammen bei Paris Saint-Germain im Champions-League-Halbfinale gegen Manchester City: Nach einer brillanten ersten Halbzeit mit atemberaubendem Kurzpassspiel und einer Führung zeigte das Pariser Starensemble sein „zweites Gesicht“, gab, warum auch immer extrem tief stehend, eine Partie komplett aus der Hand. Und spätestens, nachdem Man City durch ein Murmeltor den Ausgleich geschafft hatte, war es vorbei mit der zuvor ausgestrahlten Herrlichkeit.

Mbappé: Pomadig, lustlos, arrogant - eine Diva in Fußballschuhen

Paris St. Germain, dieser von katarischen Scheich-Millionen aufgepäppelte Klub, fiel in uralte, längst überwunden geglaubte Muster zurück - und die Mannschaft auseinander. Mental, aber auch physisch: Idrissa Gueye holzte Ilkay Gündogan um, sah Rot. Die Körpersprache der Profis war bald erschütternd, die Köpfe hingen, Neymar da Silva Santos Júnior, der Megastar, begann seine sinnlosen Soli. Er blieb stets hängen

. Aber Kylian Mbappé, der andere Megastar im Team der Ruhmreichen, war der erste, der von der Fahne ging und aufgab: Er winkte ab, agierte pomadig, lustlos, ließ seiner persönlichen Frustration ungehemmt freien Lauf.

Mbappé schießt nicht ein einziges Mal aufs Tor

Da war kein Aufbäumen, kein Stemmen gegen die drohende Niederlage zu spüren. Nur pure Arroganz. Dabei hätte doch gerade Mbappé, der Weltmeister, voran gehen müssen, an ihm hätte sich PSG aufrichten müssen. Er war gefordert. Doch der schnelle Mann gefiel sich in der Rolle der Diva. Mbappé, einer der torgefährlichsten Stürmer der Welt, der in 230 Pflichtspielen für Monaco und Paris 157 Treffer erzielt hat, schoss in dieser Partie kein einziges Mal aufs Tor.

Es gab eine Zeit, da war das typisch für den Schickmicki-Klub von der Seine. Eifersüchteleien, Selbstliebe und purer Egoismus der Kickprominenz hatten den Verein geprägt. Unvergessen, wie sich einst Neymar und Edinson Cavani, jetzt bei Manchester United, eigennützig um die Ausführung eines Elfmeters balgten, angeblich weil sie Teil vertraglicher Abmachungen gewesen sei.

Pariser Ego-Shooter setzen Champions League-Finale aufs Spiel

Die Ego-Shooter, so schien es, hatten sich in den letzter Monaten zusammengerissen, hatten tatsächlich so etwas wie mannschaftliche Geschlossenheit hinbekommen, etwa noch im Duell gegen Titelträger Bayern München. Da schien im Gefüge von PSG etwas gewachsen zu sein.

45 Minuten brauchte es nur, um die alte Pfauenhaftigkeit wieder aufscheinen zu lassen.

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