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SC Freiburg: Optimistische Mahner

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Von: Daniel Schmitt

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Alter Bekannter, zurück in seinem Revier: Matthias Ginter.
Alter Bekannter, zurück in seinem Revier: Matthias Ginter. © Imago

Der Bundesliga-Check, Teil 14: SC Freiburg Der Europapokalteilnehmer scheint gut gewappnet.

Nach neun Jahren tritt der SC Freiburg wieder in der Europa League an – die Erinnerungen an damals sind bitter. Der Sportclub schied nach der Gruppenphase aus. Das soll jetzt anders sein, die Dreifachbelastung besser geschultert werden. Auch spannend: In der ersten Pokalrunde wartet der 1. FC Kaiserslautern. Geht sofort mit Schwung rein in die Runde.

Wie stark ist der Kader?

Stark aufgebläht. Trainer Christian Streich kann auf 28 Spieler zurückgreifen, dazu kommen Nachwuchsleute. Scheint einer Dreifachbelastung dienlich. Die vier Neuen Ritsu Doan, Daniel-Kofi Kyereh, Matthias Ginter und Michael Gregoritsch bringen Stammelfpotenzial mit, werden aber nicht alle zur Stammelf gehören können. 13 Millionen Euro gaben die Breisgauer bisher aus, es mutet so an, als sei das gut investiertes Geld. Der Dortmund-Abgang vom Blondie der Nation, DFB-Verteidiger Nico Schlotterbeck, will aber erst mal kompensiert werden.

Worauf steht der Trainer?

Was soll man noch sagen zu dem Mann, der seit mehr als zehn Jahren die Freiburger Profis anleitet? Außer: Ist halt ein Guter, der Herr Streich. Fachlich, menschlich, überhaupt. Und er warnt gerne: „Sie kennen mich doch“, sagt er, „ich bin kritisch-optimistisch. Ich hoffe, dass die Erwartungen nicht zu hoch sind.“ Keine Sorge, sind sie nicht - zumindest nicht bei der FR, eher noch bei Christian Streich selbst. Alles wie immer.

Wo hapert es noch?

Och, hier und da könnte es mehr flutschen, aber grundsätzlich sind sie zufrieden an der Dreisam. Das bereits 16. Sommertrainingslager in Schruns im Montafon lief routiniert, „zweite Heimat“ (Streich), da kennste irgendwann jeden Grashalm, auch jede Kuh vermutlich. Einzig der Ausfall von Sturmarbeiter Lucas Höler (Mittelfußbruch) schmerzt - nicht nur ihn. „Er ist einer der Offensivspieler, die in der Bundesliga die meisten Zweikämpfe führen. Das ist ein Qualitätsmerkmal für uns. Das sollen unsere anderen Stürmer auch machen. Wenn nicht, wird es brenzlig.“ Merke: Christian Streich warnt gerne.

Wer sticht heraus?

Um nicht wieder auf den Trainer einzugehen, fällt die Wahl auf Matthias Ginter, ist immerhin Weltmeister, auch Stammgast beim aktuellen DFB-Team, noch dazu Ur-Freiburger - wie der Trainer übrigens, doch lassen wir das. Ginter jedenfalls soll den Abgang von Schlotterbeck in der Abwehr kompensieren, kann ihm sportlich gelingen, die Rolle als impulsiver Anführer aber liegt ihm nicht. Doch gibt genug andere kluge Köpfe in Freiburg, die einspringen werden. Flekken, Günter, Petersen, Höler, und, und, und. Die Offensiven Vincenzo Grifo und Roland Sallai können zudem noch gut mit der Kugel umgehen. Ist auch wichtig im Fußball.

Was ist drin?

Der SC Freiburg hat es sich verdient, nicht mehr automatisch zu den Abstiegskandidaten zu zählen. Das Team ist breit aufgestellt, hat Qualitätskicker in seinen Reihen, dazu Ruhe im Umfeld. Aber man weiß ja nie, also früh den Klassenerhalt eintüten, eine ordentliche Europapokalsaison spielen, schließlich auf Ligarang acht einlaufen - und alle wären zufrieden. Wohl selbst ein Christian Streich.

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Bundesliga-Tipptabelle © FR

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