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Abschlusstraining Fußball-Olympiateam in Frankfurt
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Die Olympia-Auswahl des DFB im Training. Ein Offensiv-Spieler meldet sich zum Rassismus-Eklat beim Testspiel gegen Honduras zu Wort.

Vor Olympia-Start

Olympia 2021: DFB-Star zeigt sich fassungslos ‒ „Unter aller Sau“

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Das DFB-Team tritt bei Olympia 2021 auch mit Max Kruse an. Der Offensiv-Star meldet sich nun in einer Videobotschaft zu Wort. Sein Anliegen: Rassismus.

Tokio – Olympia 2021 steht vor der Tür. Freitags (23.07.2021) steigt die Eröffnungsfeier in Tokio, tags zuvor spielt bereits die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr erstes Spiel (gegen Brasilien, 13.30 Uhr in der ARD und auf Eurosport zu sehen). Einer der Führungsspieler im deutschen Kader unter Trainer Stefan Kuntz: Max Kruse. Der Union-Knipser gilt nicht gerade als auf den Mund gefallen – und das ist auch gut so.

Weil auch in Tokio aufgrund der Corona-Pandemie für die olympischen Sportler strenge Regeln gelten, verbringen diese reichlich Zeit auf dem Zimmer. Und aus einem dieser Zimmer hat Kruse nun eine wichtige Botschaft in die Welt gesendet.

Olympia 2021: DFB-Star Max Kruse wettert nach Rassismus-Eklat – „Unter aller Sau“

Es ist erst wenige Tage her, da spielte das DFB-Team im Testspiel gegen Honduras. Weil aber während dem Olympia-Test Jordan Torunarigha rassistisch beleidigt wurde, brach das deutsche Team die Partie ab – und ging geschlossen vom Feld. Diesen Rassismus-Eklat macht Max Kruse nun zu seinem Thema in einer Videobotschaft auf seinem Instagram-Kanal.

Das Verlassen des Feldes „war das richtige Zeichen. Ich stelle mir aber die Frage: Können wir damit eine Veränderung bewirken? Ich bin der Meinung: Ein Rassist wird weiter ein Rassist bleiben“, erklärt Kruse in dem Video und betont: „Rassismus betrifft uns alle.“ Er habe das Gefühl, dass „der Rassismus wieder eher mehr als weniger wird in den letzten Wochen und Monaten“.

Max Kruse bezieht zu dem Rassismus-Eklat beim Olympia-Testspiel gegen Honduras Stellung.

In Bezug auf die rassistischen Beleidigungen gegen Torunarigha sagt Kruse: „Das war natürlich vor allem für Jordan, aber auch für uns alle kein schönes Gefühl.“ Auch Kruses Frau erhalte regelmäßig rassistische Nachrichten: „Man bekommt teilweise einen Schock, wenn man sieht, was für Nachrichten da dabei sind.“ Was das für Nachrichten sind, wollte Kruse jedoch nicht detaillierter erzählen, nur so viel: „Das ist unter aller Sau!“

Olympia 2021: DFB-Spieler Max Kruse fordert härtere Maßnahmen im Kampf gegen Rassismus

Um dem Rassismus entgegen zu wirken, braucht es laut Kruse jedoch noch mehr, als nur den Platz zu verlassen. Sein Vorschlag: „Wir sollten bei Social Media verpflichtend „Identity-Checks“ machen. Das ist nur ein Beispiel, aber irgendwo müssen wir anfangen. So könnten wir anonyme Hetzerei im Internet effektiv bekämpfen.“

Dabei zieht er einen Vergleich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie: „Wir werden es wohl schaffen, innerhalb eines Jahres an die 80 Millionen Menschen zu impfen. Das ist gut. Aber beim Rassismus kriegen wir es nicht hin, dieses Thema unter Kontrolle zu kriegen. Warum nehmen wir nicht ein paar Millionen für dieses Problem in die Hand?“ Eine berechtigte Frage. (nc)

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