Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zuletzt nicht sehr glücklich mit seinen Äußerungen: Oliver Bierhoff.
+
Zuletzt nicht sehr glücklich mit seinen Äußerungen: Oliver Bierhoff.

Kommentar

Eine Frage der Haltung

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
    schließen

Hilfreich wäre es, wenn der DFB-Direktor auch bei seinen öffentlichen Auftritten wieder instinktsicherer agieren und klarer Stellung beziehen würde. Ein Kommentar.

Hansi Flick ist als Perfektionist bekannt. Deshalb hat der Bundestrainer beispielsweise einen Standardcoach mit ins DFB-Trainerteam aufgenommen. Es geht Flick um Details. Er will deshalb auch die Betreuung der Nationalspieler enger mit den Klubs koordinieren und anspruchsvoller gestalten. Das sind gute Ideen, wenn sie denn umgesetzt werden. Man hört sie freilich nicht zum ersten Mal.

Wenn aber Details schon so bedeutend sind, dann sollten es Grundsätze erst recht sein. Etwa der Grundsatz, dass zu einem professionellen Ablauf bei einem Hochleistungsteam wie der Nationalmannschaft ein optimaler Gesundheitsschutz inklusive sämtlicher notwendiger Impfungen vorausgesetzt werden muss.

11.11.2021, Niedersachsen, Wolfsburg: Fußball: Nationalmannschaft, WM-Qualifikation, Gruppenphase, Gruppe J, 9. Spieltag, Deutschland - Liechtenstein in der Volkswagen Arena. Verabschiedung vom ehemaligen Bundestrainer Joachim Löw (r.) vor dem Spiel mit Lukas Podolski (l) und Per Mertesacker (2.v.l.).

Zur Unterstützung des Cheftrainers hat sich auch Oliver Bierhoff eingeteilt. Der DFB-Direktor tat nach dem EM-Aus kund, er wolle wieder näher an Mannschaft und Trainerteam heranrücken. Zu viele Verbandsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Mammutprojekt DFB-Akademie, das die 150-Millionen-Euro-Latte reißen wird, hatten den Manager davon abgehalten. Hilfreich wäre es zudem, wenn Bierhoff auch bei seinen öffentlichen Auftritten wieder instinktsicherer agieren würde.

Dafür, dass er den Tod von Robert Enke in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Impfskepsis von Joshua Kimmich stellte, hat er sich flugs entschuldigen müssen. Denn da passten die Ebenen nicht zueinander. Die quarantänebedingte Abreise von fast einer halben Startelf veranlasste Bierhoff schon tags zuvor betrüblicherweise nicht zu einer grundsätzlichen ermutigenden Bitte an die Landsleute, sich im Sinne des großen Ganzen zu verhalten. Etwa dazu, sich zur Eindämmung einer Pandemie, die hierzulande täglich wieder weit mehr als 200 Tote fordert, impfen zu lassen. Und zwar im eigenen Interesse und als Solidarakt für die Schwächeren der Gesellschaft. Stattdessen hörte man von Bierhoff lapidare Bemerkungen ohne Vorbildcharakter. Zu wenig für einen Verbandsvertreter, der gerade dann auch Haltung zeigen sollte, wenn es konkret wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare