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Video-Pk des DFB mit Bundestrainer Löw und DFB-Funktionär Bierhoff.
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Oliver Bierhoff, einer von vier DFB-Funktionären.

DFB

Oliver Bierhoff – Vom Stürmer zum Manager

  • Joshua Schößler
    VonJoshua Schößler
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Während seiner Zeit als Fußballer schoss Oliver Bierhoff wichtige Tore für die deutsche Nationalelf. Danach stieg er zum Manager auf. Doch er ist nicht unumstritten.

Frankfurt – Oliver Bierhoff wurde am 1. Mai 1968 in Karlsruhe geboren. Sein erster Jugendverein war die Essener SG 99/06. Seine Profikarriere im Fußball begann 1986 durch eine Verpflichtung als Spieler bei Bayer Uerdingen (heute KFC Uerdingen). Die darauf folgenden Jahre waren allerdings spielerisch durchwachsen, sodass er mehrfach die Vereine wechselte: Zunächst beim Hamburger SV, dann bei Borussia Mönchengladbach, schließlich wechselte er 1990 nach Österreich zum SV Austria Salzburg.

Oliver Bierhoff begann seine Karriere als Profifußballer bei Bayer Uerdingen

Sein Talent kam erst in den Jahren 1991 bis 1995 so richtig zur Geltung. Zunächst stand er beim italienischen Zweitligisten Ascoli Calcio unter Vertrag. Hier holte er mehrfach den Titel als Torschützenkönig der zweiten italienischen Liga. 1995 folgte der Aufstieg in die erste Liga beim Verein Udinese Calcio. Hier feierte er einige Erfolge, dessen Krönung in der Saison 1997/1998 der Titel als Torschützenkönig der ersten italienischen Liga war.

NameOliver Bierhoff
GeburtsortKarlsruhe
Größe191 cm
FunktionDFB Direktor

So wechselte er für die nächsten drei Jahre zum renommierten Verein AC Mailand. 2001 verließ er den Verein wieder für den französischen Erstligisten AS Monaco. Doch zwei Jahre später kehrte er wieder in die italienische Serie A zurück, dieses Mal als Stürmer von Chievo Verona.

1998 wechselte Oliver Bierhoff zum AC Mailand

Durch seine spielerischen Leistungen in der italienischen Serie A erregte er die Aufmerksamkeit des damaligen deutschen Nationaltrainers Berti Vogts. 1994 folgte prompt die Nominierung in den Kader der deutschen Nationalmannschaft. Eine Entscheidung, die für das deutsche Team von großer Bedeutung sein würde.

Im Finale bei der EM 1996 Deutschland gegen Tschechien stand es 0:1, als Bierhoff in der 69. Minute eingewechselt wurde. Knapp vier Minuten später köpfte er den Ausgleichstreffer. In der anschließenden Verlängerung schoss der das erste Golden Goal der Herren in der Turniergeschichte und holte so den Europameistertitel für Deutschland.

Wenig später, bei der Qualifikation zur WM 1998, gelang Bierhoff beim Spiel gegen Nordirland der schnellste Hattrick in der Geschichte des DFB, als er abermals beim Stand von 0:1 in der 69. Minute eingewechselt wurde und binnen sechs Minuten drei Tore schoss.

Bei der WM 1998 gelang Oliver Bierhoff der schnellste Hattrick in der Geschichte des DFB

Sein letztes Spiel in der deutschen Nationalmannschaft hatte Bierhoff bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea 2002. Im Finalspiel gegen Brasilien unterlag Deutschland 0:2 und wurde Vize-Weltmeister. In insgesamt 70 Länderspielen trug Bierhoff das Trikot der deutschen Nationalmannschaft und schoss dabei 37 Tore. Hier zeichnete sich bereits das Ende seiner Fußballkarriere ab. Doch seine Karriere als Manager stand gerade erst in den Startlöchern.

Am 28. Juli 2004 übernahm Oliver Bierhoff das neu geschaffene Amt des Nationalmannschafts-Managers und unterstützte den damaligen Trainer Jürgen Klinsmann bei der Vorbereitung auf die WM 2006. Nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei dieser WM den dritten Platz erreichte, wurde Bierhoff im Jahre 2007 Funktionär des Deutschen Fußballbundes.

2007 wurde Oliver Bierhoff Funktionär des DFB

In dieser Funktion holte Deutschland bei der WM 2014 den Meistertitel. Aufgrund einer Strukturreform beim DFB wurde Oliver Bierhoff am 1. Januar 2018 in das Amt des DFB-Direktors gewählt. Sein Vertrag für dieses Amt läuft noch bis 2024. Doch seine Manager-Karriere wird vom ersten Tag an in der deutschen Öffentlichkeit kontrovers diskutiert.

So wurden ihm von Fans immer wieder Arroganz und Besserwisserei zugeschrieben. In das kollektive Gedächtnis brannte sich zudem ein Disput zwischen Bierhoff und Rudi Völler ein, der über die Medien ausgetragen wurde. Völler wehrte sich zum Teil derbe gegen Aussagen Bierhoffs, der die Arbeit der Bundesligavereine kritisierte und empfahl, diese sollten sich an der Trainingsphilosophie der Nationalmannschaft orientieren.

In seiner Funktion als Funktionär für den DFB polarisiert Oliver Bierhoff

Nach dem WM-Debakel 2018, als die deutsche Nationalmannschaft bereits in der Vorrunde ausschied und den letzten Platz in Gruppe F belegte, gerieten Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw in die Kritik. Im Zuge der Aufarbeitung dieses Ereignisses kam es mit ca. 110 Minuten zur längsten Pressekonferenz der DFB-Geschichte, bei der sich Bierhoff und Löw den Fragen der Journalist:innen stellen mussten.

Ob die deutsche Nationalelf unter DFB-Direktor Bierhoff bei der EM 2021 den Titel holen wird, muss sich noch herausstellen. Die Europameisterschaft beginnt am 11. Juni und endet am 11. Juli. (Joshua Schößler)

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